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Heckenpflanzen – wie schneide und pflege ich eine Hecke richtig?

Ob wir uns für immergrüne Heckenpflanzen wie Thuja, Kirschlorbeer, Feuerdorn oder Konifere entscheiden oder Laub abwerfende Arten wie Rotbuche oder Liguster bevorzugen, bleibt ganz unserem persönlichen Geschmack überlassen. Eines haben dekorative Heckenpflanzen jedoch gemeinsam: Sie wollen ähnlich dem Buchsbaum gepflegt und beschnitten werden, wenn sie uns als Element bei der Gestaltung des Gartens dienen sollen.

Die Basis für gesunde Hecken:
Ein guter Schnitt von Heckenpflanzen

Ein optimaler Heckenschnitt fördert das Wachstum der Heckenpflanzen (c) Gerhard Giebener / pixelio.de

Der Schnitt einer Hecke dient nicht nur der schönen Formgebung, sondern sorgt dafür, dass die Heckenpflanzen blickdicht bleiben. Außerdem ist Heckenschnitt auch Teil der Heckenpflege. Durch den Schnitt der Heckenpflanzen sorgt man für ein beschleunigtes Wachstum – die Pflanze wird dazu angeregt, sich immer mehr zu verzweigen. Ohne den Eingriff würden mit der Zeit unschöne Lücken entstehen. Zudem muss gewährleistet sein, dass die immergrüne Hecke nicht in den Gehweg oder das Nachbargrundstück hineinragt.

Welche Regeln sind beim Schnitt der Heckenpflanzen zu beachten?

Beim Heckenschnitt muss zwar auch die Art der Gehölze berücksichtigt werden, die schnellwüchsige Berberitze z.B. muss im Gegensatz zur langsam wachsenden Glanzmispel oder Hainbuche mehrmals im Jahr geschnitten werden, doch gibt es, unabhängig von den jeweiligen Heckenpflanzen, ein paar Grundregeln:

Bei Heckenpflanzen muss zwischen Rückschnitt und Form- bzw. Pflegeschnitt unterschieden werden

Bei dem Heckenschnitt der Heckenpflanzen wird zwischen Form- und Rückschnitt unterschieden (c) Sajin / pixelio.de

  • Der Rückschnitt, der kurz vor dem Neuaustrieb im Frühjahr erfolgt, ist radikaler als der Formschnitt der Heckenpflanzen und erfasst auch verholzte Pflanzenteile. Dadurch erneuert sich die Heckenpflanze und wird zum Austrieb angeregt.

  • Der Rückschnitt von Heckenpflanzen darf, anders als der Formschnitt, nur bis März vorgenommen werden, da Hecken bevorzugter Brutplatz vieler Vogelarten sind.

  • Der Formschnitt kann dagegen von März bis Ende September durchgeführt werden und korrigiert herausgewachsene Triebe von Heckenpflanzen. (Eine Ausnahme von dieser Regel bilden Rotbuchen, Thujen und Zypressen, die nur einmal jährlich, meist im Sommer, in Form geschnitten werden.)

  • Der letzte Formschnitt einer Heckenpflanze sollte spätestens Ende September durchgeführt werden, sonst könnten erste Nachtfröste die zarten Neutriebe schädigen.

Tipp: Heckenpflanzen sollten auf keinen Fall nach oben hin breiter geschnitten werden als unten, denn dann nähme der obere Teil der Hecke dem unteren das zum Wachsen unbedingt nötige Licht. Aus diesem Grund ist für Hecken eher eine Trapezform zu empfehlen.

Für einen besonders geraden Schnitt der Heckenpflanzen empfiehlt sich der Einsatz einer simplen Schnur (c) Henrik Gerold Vogel / pixelio.de

  • Um einen geraden Schnitt von Heckenpflanzen zu erzielen, empfiehlt es sich, eine Schnur als Orientierungshilfe über die ganze Länge der Hecke zu spannen.

  • Zwar ist das Heckenschneiden an einem sonnigen Tag für uns am angenehmsten, doch tun wir damit den Heckenpflanzen keinen Gefallen, denn bei direkter Sonneneinstrahlung trocknen die frischen Schnittflächen sofort aus und verwelken.

  • Auch bei wärmeren Temperaturen sollte man nicht auf langärmelige Bekleidung verzichten und Handschuhe tragen. Besonders beim Schnitt von giftigen Heckenpflanzen wie der Thuja (Lebensbaum) oder der Eibe (Taxus) kann es zu heftigen Hautreizungen kommen.

Ebenso Wichtig für den optimalen Schnitt von Heckenpflanzen: Eine passende Heckenschere

Nicht zuletzt ist die richtige Wahl der Heckenschere für ein gutes Ergebnis entscheidend. Eine elektrisch betriebene Heckenschere ist leichter und leiser als eine benzinbetriebene, doch besteht immer die Gefahr, aus Versehen das Kabel zu durchtrennen. Zwar gibt es auch akkubetriebene Heckenscheren, doch sind sie nur für kurze Zeit einsetzbar. Die Benzinbetriebene verspricht zwar mehr Autonomie, ist jedoch wegen ihres hohen Gewichts und der erheblichen Lautstärke nicht unbedingt empfehlenswert. Bleibt noch die manuelle Version, die bei großen Flächen und dickeren Zweigen einiges an Muskelkraft, Zeit und Ausdauer erfordert.

Wie sieht gute Heckenpflanzen Pflege aus?

Hecken sollten nur 1-2 mal im Jahr vor und in der Wachstumsphase gedüngt werden. Dies können Hornspäne, Kompost oder auch ein Gartendünger sein. Dankbar sind Hecken für eine Mulchdecke, wenn sie von keiner Krankheit befallen sind, reicht es schon, die abgefallenen Blätter einfach liegen zu lassen. In längeren Trockenphasen sollte ab und zu gewässert werden, wobei immergrüne Heckenarten weniger Wasser benötigen als Laub abwerfende.

Weitere tolle Tipps zu der Pflege von Gartenpflanzen gibt es hier: Kletterrosen

Comments ( 4 )

  • Gabriele

    Hey, danke erstmal für den schönen Heckenpflanzen Artikel. Es fehlen mir jedoch noch einige Infos zum Thema Zeitplan bei der Pflege! Können Sie dies bitte noch ergänzen?

  • SimoneK

    Ein schöner, übersichtlicher Post zum Thema Heckenpflanzen.

    Leider ein wenig kurz. Wäre es eventuell möglich noch ein paar Sätze hinzuzufügen?

    SimoneK

  • A. Müller

    Moin,
    ein paar gute Tipps und Informationen hast Du da zusammengetraten. Hat mir bei meiner widerspenstigen Hecke durchaus ein wenig geholfen – Höllenteil!

    Grüße aus dem hohen Norden!
    A. Müller

  • Manolia

    Hmmm…folgendes: ich bin kurz davor umzuziehen und zwar in ein Haus mit einem Garten, welcher von einer Hecke eingerahmt ist. Die Länge der Hecke schätze ich auf ca. 15-20m, also eher gering.

    Nun meine Frage: Lohnt es sich, zum Schneiden der Heckenpflanzen hier eine automatische (Elektro oder sogar Benzin?) Heckenschere anzuschaffen oder reicht hier die manuelle vollkommen?

    Eventuell weiß ja jemand Rat, bevor ich unnötig Zeit und Geld falsch investiere

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