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nahaufnahme von agave kaktus

Wüstenpflanzen im heimischen Garten

1. Wüstenpflanzen im heimischen Garten

Welche Arten es gibt und wie man sie anlegt

Wüstenpflanzen kennt man vor allem aus botanischen Gärten oder aus dem Urlaub. Diese Pflanzenlandschaften sind überwiegend durch Sukkulenten und Kakteen gekennzeichnet. Man findet sie dort, wo sich Wüsten oder Halbwüsten befinden und extreme Trockenheit vorherrscht. An diesen Orten kann der Boden bis zu 80 °C warm werden. Diese Arten von Pflanzen kann man aber auch in seinem eigenen Garten anlegen und bestaunen. Durch Wüstenpflanzen bekommt der Garten dann eine ganz besondere Atmosphäre.

2. Wie überleben eigentlich Wüstenpflanzen in der Wüste?

Wüstenpflanzen im Garten als Thema

Wüstenpflanzen eignen sich auch für den eigenen Garten ©iStock.com/Jearlwebb

Wüstenpflanzen haben sich der Umgebung und damit dem Wassermangel angepasst. Sie haben meistens kleine Blätter oder nur Dornen und können das Wasser für einen langen Zeitraum speichern. Durch die kleine Oberfläche kann nicht so viel Wasser durch die Sonne verdunstet werden. Das Wurzelsystem der Wüstenpflanzen ist sehr fein und recht weit oben an der Oberfläche. Sukkulenten können das Wasser in ihrem Organ speichern, während Kakteen von der geringen Oberfläche der Stacheln profitieren.

3. Wüstenpflanzen-Garten anlegen

Wüstenpflanzen sehen durch das satte Grün zu jeder Jahreszeit beeindruckend aus und geben dem Garten ein exotisches Flair. Man kann sich überlegen, in einem Themen-Garten einen Bereich nur mit Wüstenpflanzen und exotischen Pflanzen anzulegen oder nur vereinzelt ein paar Wüstenpflanzen im Garten zu verteilen. Den Themenbereich „Wüstenpflanzen“ könnte man mit Sträuchern und Steingartenstauden etwas auffüllen. Auch größere Ziersteine passen in die Oase mit Wüstenpflanzen gut hinein. Ein kleiner Gartenweg durch die Welt der Wüstenpflanzen würde einladend wirken und man hat die Chance, sich die Pflanzen von Nahem anzusehen. In der Nähe dieser Landschaft, würden ein Buchsbaum oder mehrere Buchsbäume einen schönen landschaftlichen Kontrast bilden.

Buchsbaum Tipp Kuh

Beim Anlegen eines Gartens mit Wüstenpflanzen ist es wichtig, dass es an diesem Platz sonnig ist. Außerdem brauchen manche Wüstenpflanzen besondere Gartenerde.Mioone Tipp Kuh

 

4. Wüstenpflanzen: Die Sukkulenten

Die zwei bekanntesten Sukkulenten und somit Wüstenpflanzen sind die Agave und die Aloe Vera Pflanze. Im Folgenden werden diese kurz vorgestellt. Selbstverständlich ist dies allgemein gesprochen. Es gibt nämlich kleine Unterschiede zwischen den einzelnen Arten, worüber man sich auf einer Seite vom Blumenversand oder beim Blumenhändler genauer informieren kann. Sukkulenten speichern das Wasser in ihren Blättern, die meist recht dick aussehen.

 


Wüstenpflanze: Agave

Wüstenpflanze Agave Sukkulente

Die Agave ist eine sehr pflegeleichte Sukkulente

Die Agave kommt in Süd- und Nordamerika in den warmen Gebieten vor. Diese Sukkulente ist sehr leicht in den Garten einzupflanzen und äußerst pflegeleicht. Im Garten sollte die Pflanze an einem sehr sonnigen Platz stehen. Am Anfang, in der Wachstumsphase, sollte die Pflanze 2-4 Wochen gedüngt werden. Generell muss sie aber nur mäßig gegossen werden. Jedoch ist diese Wüstenpflanze nicht winterhart. Daher sollte man die Pflanze in einen Kübel einpflanzen, den man dann ganz einfach im Winter in einen geschützten Raum stellen kann. Dort sollten ungefähr 10 bis 14 °C vorherrschen.

Überblick: Agave

 

Wüstenpflanze: Aloe Vera

Aloe Vera Wüstenpflanzen gesund

Die Wüstenpflanze „Aloe Vera“ ist gesund.

Die Aloe Vera Pflanze kommt von den Kanaren und aus Afrika. In ihren Blättern befindet sich ein weißes Gel, welches für Cremes oder auch Arzneimittel verwendet wird (mehr zu der Wirkung von Aloe Vera hier). Es gibt sowohl kleine Arten, die nur 20 cm groß werden als auch größere Exemplare, die 20 m hoch wachsen können. Wie die anderen Wüstenpflanzen bevorzugt die Sukkulente Aloe Vera einen sonnigen Platz, kann aber auch an einem halbschattigen Platz eingepflanzt werden.

Überblick: Aloe Vera

 

5. Weitere Wüstenpflanzen:

Neben Sukkulenten gibt es auch Kakteen und Yuccas, die sich für einen Garten mit Wüstenpflanzen eignen. Von den Yuccas gibt es ca. 30 verschiedene Arten, von denen sich manche besonders für den heimischen Garten eignen. An Kakteen gibt es 1900 Arten. Hier wird auf den Feigenkaktus eingegangen, der nicht nur beeindruckend aussieht, sondern auch gesund ist.

Wüstenpflanze: Yuccas

Wüstenpflanze Yucca Pflanze

Die Wüstenpflanze Yucca hält Kälte aus

Viele Yuccas kommen aus Mexiko und Texas. Dort scheint ununterbrochen die Sonne, wodurch die Pflanzen mit einer enormem Hitze zu kämpfen haben. Jedoch kann die Pflanze auch extremer Kälte standhalten, wodurch sie sich wunderbar als Wüstenpflanze im heimischen Garten eignet. So halten z. B. die Yucca gloriosa und rostrata bis zu -25 °C aus. Kleine Yuccas, wie die Yucca Filamentosa, halten sogar -30 °C stand. Die Yucca Filamentosa bringen zusätzlich noch etwas Farbe in Garten und Landschaft hinein. Größere Yuccas sehen etwas wie Palmen aus, wodurch ein südländisches Flair im Garten entstehen kann. Beim Fachhändler kann man sowohl Yuccas kaufen, die noch keine Wurzeln haben als auch Pflanzen, die bereits welche haben. Unbewurzelte Yuccas brauchen ca. 2 Jahre bis sich eine Krone ausbildet.

Überblick: Yucca Pflanze

 

Wüstenpflanze: Feigenkaktus/ Kaktusfeige

Wüstenpflanzen essbare Kaktusfeige

Die Kaktusfeige kann man auch essen

Dieses Kakteengewächs kommt ursprünglich aus Mexiko. Deren Blüten und Blätter können sogar gegessen werden und finden in der mexikanischen Küche häufig Verwendung. Die Kaktusfeige kann im Herbst geerntet werden und enthält viele Vitamine. Sie kann zwischen 1 und 6 Meter groß werden und darf in einem Garten mit Wüstenpflanzen nicht fehlen. Den Winter sollte diese Feige bei maximal 6 °C in einem geeigneten Raum verbringen. Zu dieser Zeit muss der Kaktus fast gar nicht gegossen werden. Wie die Aloe Vera Pflanze hat auch die Kaktusfeige eine positive Wirkung auf die Gesundheit, wie man hier nachlesen kann.

Überblick: Kaktusfeige

 

6. Wüstenpflanzen: Was tun im Winter?

Frostharte Kakteen können einfach mit einem Dach geschützt werden. Dieses Dach sollte licht- und natürlich auch luftdurchlässig sein. Eine weitere Möglichkeit ist es, die Pflanzen in einen transportablen Topf zu pflanzen und diese im Winter in einem Raum unterzubringen. Einige wenige Wüstenpflanzen kann man auch komplett ohne Schutz den Winter über draußen lassen, wie z. B. einige Arten der Yucca Pflanze auf dieser Seite.

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