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brauner rasen mit fußball

Was tun bei Rasenkrankheiten?

1. Was tun bei Rasenkrankheiten?

Merkmale und Lösungen

Rasenkrankheiten Garten

Beim Rasen im Garten muss man oft gegen Rasenkrankheiten ankämpfen ©iStock.com/dpe123

Häufig kommt es im Frühjahr zu Rasenkrankheiten. Oftmals handelt es sich um einen Befall von „Schneeschimmel“, der durch einen Pilzerreger hervorgerufen wird. Der Pilz dringt dabei in die jeweiligen Spaltöffnungen der Gräser ein und verbreitet sich dort weiter. Besonders nach einem milden Winter werden die Grashalme braun und haben einen grauen Pilzbelag, der zu fauligen Stellen führen kann.

Rasenkrankheiten kann man auch besonders an den Rändern anhand eines bräunlichen Rings erkennen. Auch bei ständigem Tauwetter und bei Nebelbildung kann sich der Pilz leicht ausbreiten, wie es oft auch bei Rosen und Buchsbäumen vorzufinden ist. Wie kann man diese Rasenkrankheiten bekämpfen?



  • Schimmelbildung vorbeugen

    Da in Klein- und Hausgärten keine Pilzbekämpfungsmittel verwendet werden dürfen, muss der Pilz mit anderen Mitteln bekämpft werden. Hier empfiehlt es sich im Herbst das Laub schnellstmöglich vom Rasen zu entfernen, sodass dieser frei atmen kann. Auch sollte im Herbst keine starke Düngung mit Stickstoff erfolgen. Der pH-Wert beim Rasen muss im optimalen Bereich zwischen 6 und 7 liegen. Eine weitere Methode um den Rasen vor einem Pilzbefall zu schützen, ist, ihn im Frühjahr zu vertikutieren, da der Boden so gut gelüftet wird und dieser zusätzlich gelockert wird. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Rasen keiner übermäßigen Beschattung ausgesetzt ist, da dies das Pilzwachstum fördert.

  • Rotspelzigkeit

    Eine weitere typische Rasenkrankheit ist die Rotspelzigkeit. Sie kommt besonders bei feuchter Witterung und milden Sommern zum Vorschein. Die Grashalme zeigen dabei rosafarbene Pilzfäden auf. Auch hier handelt es sich um einen Pilzbefall, der im schlimmsten Fall zu einem kompletten Absterben der Rasenflächen sorgen kann. Als Ursache kommt hier eine Unterversorgung mit Nährstoffen zum Tragen. Eine Behandlung mit ausreichenden Nährstoffen kann als Vorsorge von Rasenkrankheiten dienen.

  • Blattfleckenkrankheit

    Eine von vielen Fällen bei Rasenkrankheiten sind rötlich-braune Flecken an den Grashalmen. Hierbei sind vor allem ältere Blätter und gestresste Gräser betroffen. Um diesen vorzubeugen sollte der Rasen nicht zu stark bewässert werden. Auch ist darauf zu achten, alten Rasenschnitt regelmäßig zu entfernen. Wichtig ist zudem, dass der Rasen über eine gute Luftzirkulation verfügt.

  • Hexenringe

    Sehr zum Ärger von Gartenfreunden sind Hexenringe, die ebenfalls zu der Kategorie von Rasenkrankheiten zählen. Die Pilzkrankheit ist sehr hartnäckig und kann über viele Jahre bleiben. Die Gräser werden hierbei abgetötet und vertrocknen. Außerdem riecht an feuchten Tagen der Rasen nach Schimmel. Vorkommen können diese Rasenkrankheiten auf sämtlichen Flächen, besonders bei nährstoffarmen und sandigen Böden.

 

2. Schutz vor Rasenkrankheiten

Rasenkrankheiten Vertikutieren gesund

Rasenkrankheiten kann man beispielsweise mit Vertikutieren vorbeugen ©iStock.com/PaulMaguire

Damit der Rasen vor Krankheiten geschützt wird, ist eine regelmäßige Rasenpflege notwendig. Es genügt nicht, den Rasen regelmäßig zu mähen, sondern es bedarf auch weiterer Zeitinvestition. Ebenso muss man darauf achten, dass die Rasenkrankheiten nicht auf Kräuter im Garten oder weitere Pflanzen übergreifen.

Dazu gehört:

  • Den Rasen mit Nährstoffen düngen
  • Mindestens einmal im Jahr vertikutieren
  • Lücken in der Rasenfläche ausbessern
  • Dem Rasen eine „Winterruhe“ verabreichen
  • Laub entfernen, damit der Rasen atmen kann

Weitere Pflanzentipps für die richtige Pflege im Garten:

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