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Rosenhecke

1. Rosenhecke

Tipps zum Anlegen, Pflanzen und Pflegen

Die Rosenhecke kann den Garten nach außen begrenzen oder innerhalb des Gartens als Strukturelement dienen. Je nachdem, welchen Zweck die Hecke erfüllen soll, eignen sich Hecken- und Strauchrosen oder Kletterrosen.
Robuste Rosenarten sorgen dafür, dass die Hecke problemlos gedeiht und widerstandsfähig ist. Die wunderschönen Blüten sind für den Garten eine wahre Zier. Bienen und Schmetterlinge genießen die üppig blühende und verlockend duftende Rosenhecke ebenfalls. Sie bieten wie Heckenpflanzen auch kleineren Lebewesen Schutz und Lebensraum.

2. Die niedrige Rosenhecke als Begrenzung und Blickfang

Wenn eine niedrige Hecke gepflanzt werden soll, greift man am besten zu Strauchrosen. Bekannte Sorten, die sich ideal eignen, sind zum Beispiel:

Eden Rose

Die Sorte Eden Rose ist eine öfter blühende Strauchrose. Sie strahlt den Charme alter Rosen aus. Die Blüten sind stark gefüllt und haben einen angenehmen Duft. Eden Rose wächst aufrecht und buschig, es ist eine sehr gesunde und robuste Sorte. Die Strauchrose gibt es in mehreren Farben.

Guy Savoy

Die Rose Guy Savoy zeigt eine enorme Blütenfülle. Sie blüht den ganzen Sommer über. Die üppigen Blüten sind interessant gefärbt, von purpur bis malvenfarbig mit weißen Streifen. Der Duft dieser Rosensorte ist eindrucksvoll.

lila roseRhapsody in Blue

Die Sorte Rhapsody in Blue macht ihrem Namen alle Ehre. Mit den blau-violetten, leicht gefüllten Blüten ist sie ein wunderschöner Farbklecks im Garten. Die Rose blüht öfter und duftet mittelstark. Der Wuchs ist aufrecht und buschig, die Sorte gilt als sehr gesund und widerstandsfähig.

Freisinger Morgenröte

Die Strauchrose Freisinger Morgenröte ist eine gesunde Sorte mit zahlreichen, gefüllten Blüten. Bereits die rot-gelben Knospen sind ein Hingucker. Daraus entwickeln sich Blüten in einem schönen Farbmix aus Apricot, Gelb und Rosa-Lila. Die Rose verströmt einen pfirsichähnlichen Duft.

Dirigent

Die Strauchrose Dirigent gilt als besonders pflegeleicht. Sie verträgt Regen und Hitze gleichermaßen gut. Mit der blutroten Farbe sind die halb gefüllten Blüten ein schöner Blickfang. Von Juni bis September blüht die Rose mehrfach. Der aufrechte und buschige Wuchs eignet sich ideal für die Heckenpflanzung.

Flora Romantica

Die Strauchrose Flora Romantica ist eine öfter blühende Sorte mit gut gefüllten, rosettenartigen Blüten. Sie wächst aufrecht und buschig und ist auch als Kletterrose geeignet. Die hellen Blüten besitzen einen nostalgischen Charakter.

3. Kletterrosen für die hohe Rosenhecke

Kletterrosen brauchen eine Rankhilfe oder einen Zaun zum Wachsen. Im Garten sind sie auch ideal für die Berankung eines Rosenbogens geeignet. Diese Sorten passen optimal für die Anlage einer Rosenhecke:

Parure d’Or

rote rsoen an weißem zaun

©iStock/ca2hill

Die Kletterrose Parure d’Or zeigt eine wunderbare Farbenpracht in Karminrot. Sie hat große Blüten, die nach Zitronenkraut duften. Die Sorte wächst schnell mit kräftigen Trieben. Sie blüht von Juni bis Oktober. Die sonnenliebende Rose ist sehr robust und mit ihrer Widerstandsfähigkeit ideal für die Heckenpflanzung geeignet.

Santana

Die Sorte Santana ist robust und äußerst winterhart. Der Rosenstock verzweigt sich bereits relativ weit unten, sie wächst sehr üppig, Die Santana zeigt ein gutes, aufrechtes Kletterverhalten. Die Blüten sind leuchtend rot und gleichen den Blüten von Edelrosen.

Blanche Colombe

Die Sorte Blanche Colombe ist eine kletterfreudige und gesunde Rose. Die edel geformten, weißen Blüten geben dieser Rose eine edle Ausstrahlung. Sie gedeiht nicht nur in der Sonne, sondern auch im Halbschatten.

4. Der Standort für die Rosenhecke

Die meisten Rosen brauchen viel Sonne. Deshalb ist ein Standort mit Sonnenscheingarantie optimal. Bei robusten Sorten kann auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichtet werden. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung trocknen die Blätter nach einen Regenguss rasch ab. So verringert sich die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten.

Die Vorbereitung des Bodens für die Rosenhecke

Rosen benötigen einen besonderen Boden. Die Tiefwurzler lieben tiefgelockerte Böden, die lehmig, humos und nahrhaft sein sollten. Am besten gedeihen sie, wenn der PH-Wert zwischen neutral und schwach alkalisch liegt. Wurzelunkräuter müssen gründlich entfernt werden, am besten mit einer Grabegabel.

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Hier haben wir Tipps zur Bodenanalyse.Mioone Tipp Kuh




Für eine optimale Vorbereitung bricht man Verdichtungen auf, lockert den Boden tief und arbeitet Kompost ein. Ein Bodenverbesserungsmittel, mit dem organische Materialien in den Biokreislauf zurückgeführt werden, fördert das Bodenleben und das Wachstum der Rosen.

Die richtige Pflanzung der Rosenhecke

Eine Rosenhecke kann im Frühjahr oder im Herbst gepflanzt werden. In jedem Fall entfernt man beschädigte Wurzeln, und zwar bis knapp oberhalb der Schadstelle. Die Feinwurzeln sollten nicht beschnitten werden, denn diese sind mit verantwortlich für ein sicheres Anwachsen.

rosenhecke einpflanzen

©iStock/Norasit Kaewsai

Oberirdische Triebe kürzt man bis auf etwa 20 Zentimeter ein. Vor dem Pflanzen kommen die Rosen mit allen Wurzel- und Triebteilen für vier bis fünf Stunden in ein Wasserbad, wenn es sich um Rosen mit nackten Wurzeln handelt. Bei Ballenpflanzen kann dieser Vorgang entfallen.

Das Pflanzloch sollte ringsum ungefähr eine Handbreit größer sein als die nackte Wurzel oder der Ballen. Am Grund wird der Boden mit der Grabegabel gründlich aufgelockert, damit der Wasserabfluss einwandfrei funktioniert. Jetzt kommt die Rose senkrecht in das Pflanzloch, bevor mit Pflanzerde aufgefüllt wird. Zu zweit gelingt das Einpflanzen am besten.

Die Wurzeln sollen ungebogen und frei in die Pflanzgrube baumeln. Wichtig ist die richtige Tiefe: Die Veredelungsstelle soll sich etwa fünf Zentimeter tief in der Erde befinden. Dann füllt man Pflanzerde in das Loch, hält die Rose dabei gerade und tritt die Pflanze leicht an.

Ein kräftiges Einschlämmen mit dem Gartenschlauch schließt Hohlräume und sorgt für einen optimalen Bodenschluss. Der Pflanzabstand für die einzelnen Rosenstöcke einer Rosenhecke richtet sich nach der jeweiligen Sorte.

5. Der Schnitt der Rosenhecke

Rosen werden grundsätzlich im Frühjahr zurückgeschnitten, ungefähr zur Zeit der Forsythienblüte. Wichtig ist eine scharfe Rosenschere, mit der ein glatter, sauberer Schnitt gelingt. Die richtige Schnittstelle befindet sich etwa fünf Millimeter oberhalb einer Knospe.

Das Schnittgut darf nicht auf den Boden fallen, da es ein Herd für Krankheitserreger sein kann. Ein kräftiger Rückschnitt verhindert Rosenkrankheiten und fördert das Wachstum. So entwickelt sich die mehrjährige Rosenhecke zum Prachtstück in Ihrem romantischen Garten!


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