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Japanischer Garten: Die Wohlfühl-Oase im eigenen Heim

Ein japanischer Garten ist der ideale Zufluchtsort, in dem man der Hektik des Alltags entkommen kann. Insbesondere in einer großen Metropole fällt es oft schwer, zur Ruhe zu kommen und auch einmal das Smartphone weg zu legen. Mit diesem Garten jedoch kommt die Seele ganz schnell wieder ins Gleichgewicht. Ein Mix harmonischer Formen und frischer Farben sorgt für eine ruhige Optik. Ein japanischer Garten ist bereits in einigen Städten zu finden. Wenn sich jedoch keiner in der Nähe befindet oder Sie sich Ihre persönliche Wunschoase erschaffen wollen, lässt sich dies einfach umsetzen – ganz ohne Landschaftsarchitekten. Selbst bei wenig Platz kann dem Garten asiatisches Flair eingehaucht werden.

1. Japanischer Garten: Die Grundelemente 

Japanischer Garten Kies

Japanischer Garten mit wellenförmigem Kies (c) iStock.com / DavorLovincic

Im Kleinformat muss ein japanischer Garten zwar ohne Brücke und Teehaus auskommen, es gibt jedoch Elemente, die Teil jedes japanischen Gartens sind und so für den typischen, asiatischen Look sorgen. Wasser in Form eines kleinen Teichs darf hier nicht fehlen. Der Teich erzeugt eine ruhige Optik und sorgt für Entspannung. Auch Steine gehören zur Grundausstattung. Sie können den Teich umrahmen, als Wegweiser dienen oder als natürliche Designelemente in Form von Steinsetzungen Verwendung finden. Alternativ zum Teich können sie in Form von Kies den Eindruck von Wasser suggerieren, damit Ihr japanischer Garten eine harmonische Optik erhält. Hierzu wird der Kies einfach wellenförmig ausgelegt. Zudem kann ein japanischer Garten mit flachen Steinplatten oder Kies gelegt und so Wege geschaffen werden. Diese dürfen gerne verschiedene Größen haben und einer willkürlichen Route folgen, um die Natürlichkeit hervorzuheben. Zudem sind Moose ein sehr beliebter Bestandteil in einem fernöstlich angehauchten  Garten.

Wer viel Platz zur Verfügung hat, kann die Integration eines Pavillons in Erwägung ziehen. Er sorgt für Gemütlichkeit und macht es möglich, bei Bedarf selbst bei Regen an der frischen Luft entspannen zu können. Ihr japanischer Garten eignet sich dann wunderbar, kleine Teezeremonien mit Freunden  abzuhalten, zu meditieren und entspannende Yoga-Übungen auszuprobieren. Ist der Platz begrenzt, kann stattdessen auch eine Bank herhalten.

2. Deko im japanischen Garten: Weniger ist mehr

Vermutlich jeder hat eine ungefähre Vorstellung von asiatischem Dekor.  Viele denken dabei an den Deko-Buddha, elegant geschwungene und schmuckvolle Laternen sowie runde Lampions, die den Garten in den Abendstunden in ein warmes Licht tauchen und für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Schöne japanische Dekoelemente sind zum Beispiel bei Japanwelt zu finden. Diese können fernöstliches Flair erzeugen, sind aber nicht zwingend für einen japanischen Garten notwendig. Vielmehr gilt, ein harmonisches Zusammenspiel von Luft, Erde und Wasser zu erzeugen. Zudem sollte darauf geachtet werden, die Grundfarbe des Gartens bei Grün zu belassen. Das bedeutet: Weniger bunte Blumen, stattdessen mehr schlichte (Grün)Pflanzen einsetzen. Generell lässt sich zudem sagen, dass vor allem bei wenig verfügbarer Fläche zu viel auffällige Dekoration schnell einen unruhigen und kitschigen Eindruck vermittelt. Es gilt also: Weniger ist mehr!

3. Japanischer Garten: Auch bei den Pflanzen ist Zurückhaltung gefragt

Japanischer Garten mit Teich

Japanischer Garten mit Teich (c) iStock.com / DBasieB

Im Allgemeinen empfehlen sich nahezu alle buschigen Grünpflanzen, wenn ein japanischer Garten angelegt werden soll. Aber auch Bambus beispielsweise gehört zu den Pflanzenarten, die unmittelbar mit dem asiatischen Stil zusammenhängen und sich somit ideal für die Umsetzung eines asiatischen Gartens eignen. Ebenso erfreuen sich die Kirschbäume mit ihren zartrosa Blütenblättern einer sehr großen Beliebtheit – und das nicht nur in ihrer Heimat Japan. Wer seinem Garten  einen rustikalen Touch geben möchte, ist beispielsweise mit einem Bonsai bestens beraten, der durch seinen gewundenen, kräftigen Holzstamm und seine grünen Blätter viel Aufsehen erregt. Besonders schön ist es, den Garten auf verschiedenen Höhen anzulegen, da hierdurch mehr Dynamik erzeugt wird. Folgende weitere Pflanzen eignen sich, damit ein japanischer Garten ensteht:

  • Japanischer Ahorn / Fächerahorn
  • Buchsbaum
  • Fichte
  • Kiefer
  • Koreatanne
  • Japanische Hänge-Lerche

4. Einen Teich im japanischen Stil anlegen – so geht’s 

Ein japanischer Garten bekommt besonders viel Dynamik, wenn er einen Teich besitzt. Wie Sie genau Sie einen Teich auslegen können, erfahren Sie hier. Der Teich kann mit Seerosen bestückt sowie mit japanischem Schilf verschönert werden. Wer noch mehr Leben in seinen Garten bringen will, kann in dem Teich Fische halten. Ein wahrer Klassiker als japanischer Teichbewohner ist der Koi mit seiner leuchtenden, orange-weißen Farbe. Dieser ist jedoch sehr pflegeintensiv. Alternativ können auch andere Goldfischarten gehalten werden.

5. Die Pflege 

Damit Ihr japanischer Garten immer im besten Licht dasteht, sollte er regelmäßig gepflegt werden. Vor allem Büsche sollten in regelmäßigen Abständen auf eine rundliche Form gestutzt werden, um eine ruhige Optik zu erzeugen. Kies sollte von Blättern und anderen Verunreinigungen befreit werden. Haben Sie sich dafür entschieden, diese Steine wellenförmig anzulegen, müssen diese in ebendiese Form geharkt werden. Um hier gute Ergebnisse zu erzielen, sollte die Kiesschicht eine Mindestdicke von 5 cm aufweisen und die Körnung zwischen 3 und 8 mm betragen. So bleibt ein japanischer Garten auch nach langer Zeit noch schön und sorgt für Entspannung.

 

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