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Hühner im Garten halten

1. Hühner im Garten

Auswahl, Haltung und Pflege

 

Hauseigene Bio-Eier von den eigenen Hühnern – für viele Gartenbesitzer eine verlockende Vorstellung! Bevor man sich Hühner ins Haus holt, muss man aber viele wichtige Entscheidungen treffen. Wir helfen dabei!

2. Ei, Braten, oder beides?

Huhn im Garten müsste man sein.

Huhn im Garten müsste man sein.

Bei über 200 Hühnerrassen ist die Auswahl an Hühnern zunächst einmal sehr groß. Haushühner unterscheidet man zwischen Groß- und Zwergrassen. Die Großrassen legen viele Eier und eignen sich gut als Braten. Die Zwergrassen legen zwar weniger Eier, dafür brauchen sie aber auch weniger Platz und Futter.

Die Zweinutzungsrassen ist eine der ältesten und beliebtesten Hühnergruppen, denn sie liefern viele Eier und gutes Fleisch. Bis zu 200 Eier legen die Hennen. Dafür werden die Hähne bis zu 4 Kilogramm schwer. Dazu sind sie noch zutraulich, ruhig und fliegen nicht so gern.

Die Barneveldern gehören zu einer alten, niederländischen Zweinutzungsrasse. Sie sind dunkelbraun, werden ca. 3,5 Kilogramm schwer und haben kein Interesse am Fliegen. Die Vorwerkhühner sind sehr beliebt, da sie sehr robust sind, ruhig und zutraulich. Sie legen auch in den Wintermonaten viele Eier.

Legerassen bringen bis zu 300 Eier pro Jahr in die Waagschale. Ihre Brutbereitschaft nimmt mit der Zeit aber ab. Sie können sehr gut fliegen und sind eher leichtgewichtig. Zu den Legerassen gehört das Bielefelder Kennhuhn. Diese junge Rasse ist robust und anspruchslos. Mit ihrem hellbraun-weiß-schwarz gescheckten Gefieder sind sie sehr schön anzusehen.

Fleischrassen werden bis zu 5,5 Kilogramm schwer und sind damit wohl als Vollfleischig zu bezeichnen. Sie brauchen mehr Futter, um ihr Gewicht zu halten. Sie sind zutraulich und ruhig. Die Hennen legen bis zu 150 Eier im Jahr.Die Deutschen Lachshühner werden bis zu 4 Kilogramm schwer und gehören damit zu den Fleischrassen. Ihr Wesen ist ruhig und zutraulich. Man erkennt sie an der beeindruckenden Federkrause am Hals.

3. Am Anfang war ein Küken

Hat man sich für eine Rassen entschieden, holt man sich bei einem vertrauenswürdigen Züchter Küken. Da die Daunen noch nicht genügend Schutz vor Wärme bieten, brauchen sie eine Rotlichtlampe. Darunter kuscheln sich die Küken mit ca. 50 cm Abstand zur Lampe. Junge Hühner mit Gefieder brauchen die Rotlichtlampe nicht mehr, außer es handelt sich um einen besonders strengen Winter.

Der Hahn im Korb

hahn im korb

Die Hennen brauchen den Hahn nicht, um Eier zu legen. Aber ein Hahn kann viel Ruhe in den Hühnerhaufen bringen. Die meisten Hühnerbesitzer holen sich einen stolzen Hahn, damit die Hackordnung unter den Hühnern stabil bleibt. Ein Hahn kann Herr über bis zu 20 Hühnern sein.

Hält man sich nur wenige Hühner (bis zu vier), dann sollte man auf einen Hahn verzichten oder sich für einen Zwerghahn entscheiden. Der leichtere Zwerghahn demoliert nicht das Gefieder der wenigen Hühner, wenn er sie in Ermangelung an Auswahl häufig begattet.

Was fressen Hühner?

Körner, Grün – und Saftfutter steht bei Hühnern auf dem Speiseplan. Der größte Anteil muss das Getreide ausmachen, das in geschroteter Form oder in ganzen Körnen verfüttert wird.
Das Schrot wird mit etwas Wasser und Gemüse (Möhren, Rüben) vermischt und an die Hühnerschar gegeben. Unter Grünfutter für Hühner versteht man Löwenzahn, Salate, Brennnesseln und Vogelmiere. Aber auch Möhren und Rüben sind heiß begehrt.

Wer seinen Hühnern etwas Gutes tun will, gibt ihnen auch gekochte Kartoffeln und altes Brot. Zum Nachtisch holen sich die Tiere Regenwürmer und Käfer aus dem Boden.
Neben ausreichend Wasser brauchen Hühner auch viel Kalk für die Eier und der Mauserung. Dafür wird sogenanntes Futterkalk verfüttert, das täglich neben dem Getreide ausgestreut wird.

4. Hühnerstall

Im Hühnerstall können sich die Hühner zurückziehen und Eier legen. Die Größe des Stalls bemisst sich an der Anzahl, Temperament und Größe der Hühner. Sie können aber mit ungefähr 0,3 Quadratmetern pro Tier rechnen.

Der Stall sollte Fenster zur Belüftung haben, einen Boden aus Beton oder Asphalt und über eine Hühnerklappe verfügen. Der Boden wird am besten mit einer dicken Schicht Stroh ausgelegt. Sägespäne wird von den Hühnern ständig verwirbelt. Die kleinen Partikeln könnten die Luftwege der Tiere schädigen.

Neben Futter – und Tränktröge dürfen die Nester nicht fehlen. Kleine Holzboxen werden dazu etwas erhöht angebracht und mit Heu oder Stroh gepolstert. Die Hennen brauchen einen ruhigen und sicheren Platz, um die Eier legen zu können.

Besonders wichtig ist eine Sitzstange, auf der die Hühner sich nachts zurückziehen können. Jedes Huhn braucht ca. 40 Zentimeter Platz auf der Stange. Wenn Sie direkt unter der Sitzstange ein Kotbrett anbringen, verringern Sie die Verschmutzung im Einstreu.

5. Auslauf

huhn im garten tanzt

Je mehr Platz Sie zur Verfügung haben, desto weniger wird Ihr Rasen (und die Hühner) leiden. Jedes Tier sollte ein Minimum an 10 Quadratmetern Platz haben. Der Auslauf braucht einen Zaun, dessen Höhe sich an der Flugfreudigkeit orientiert.

Im Auslauf können sich hochstämmige Obst-, Laub – oder Nadelgehölze befinden. Auf jeden Fall sollten Sie eine Sandbadestelle einrichten. Ihre Hühner werden Sie dafür lieben! Dazu heben Sie einen ca. 3 mal 3 Meter großen Bereich aus und befüllen ihn mit feinem Sand. Die Hühner nehmen in diesen Sandflächen regelrechte Bäder, um sich von Milben und Flöhen zu befreien.

Tipp Kuh

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