Pflanzen – Seite Array – Meine Internet Tipps für Haus und Garten http://www.mioone.de Haus und Garten Ratgeber Thu, 31 May 2018 08:21:16 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.6 Die Malve – Wilde Heilpflanze mit Blütenpracht http://www.mioone.de/malve/ Tue, 24 Apr 2018 09:08:40 +0000 http://www.mioone.de/?p=8316 Meine Internet Tipps für Haus und Garten

Kaum nähert sich der Sommer in leisen Schritten, fängt auch die Malve (im Lateinischen Malva sylvestris) zu blühen an. Sie erfreut uns mit ihren zarten Blütenköpfen, die Weiß-Rosa, Blau, Rosarot oder Violett leuchten und von farbintensiven Streifen durchzogen sind. Von Anfang Juni bis Mitte September hinterlässt sie auf diese Weise individuelle Farbtupfer im florierenden Grün […]

Meine Internet Tipps für Haus und Garten

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Kaum nähert sich der Sommer in leisen Schritten, fängt auch die Malve (im Lateinischen Malva sylvestris) zu blühen an. Sie erfreut uns mit ihren zarten Blütenköpfen, die Weiß-Rosa, Blau, Rosarot oder Violett leuchten und von farbintensiven Streifen durchzogen sind. Von Anfang Juni bis Mitte September hinterlässt sie auf diese Weise individuelle Farbtupfer im florierenden Grün und reckt ihren Kopf mit den Blüten durch ihren aufrecht wachsenden Stiel schön sichtbar in die Höhe. Erfahren Sie hier alles Wichtige über die wertvolle Heilpflanze.

1. Malven: Gewächse mit Geschichte

Malve im Garten

Die Malve bezaubert mit ihrer Blütenpracht (c) istockphoto.com/ iPandastudio

Die Malve entspringt einer eigenen Pflanzenordnung und einer großen Familie von Malvengewächsen – der Malvaceae – die ungefähr dreißig Arten umfasst. Ursprünglich kommt sie aus dem südlichen Eurasien, ist heute aber weit in Europa verbreitet. Ihre Geschichte geht zurück auf das Mittelalter und noch weiter bis in die Antike, denn schon damals bei den Römern und Griechen war sie ein fester Bestandteil jedes Medizinschränkchens und ein universal eingesetztes Heilmittel. Eine Gattung ist bis heute besonders präsent: Die der wilden Malve (Malva sylvestris), die im Volksmund auch große Käsepappel genannt wird, und der Wegmalve (Malva neglecta). Beide wachsen wild und machen es sich häufig an Hauswänden, Wegrändern, Hängen sowie Feldern gemütlich. Haben sie ein geeignetes Plätzchen gefunden, ankern sie mit einer spindelförmigen Wurzel und wachsen schließlich zwischen 15 und 140 Zentimeter in die Höhe. Man ordnet die Pflanze einem zwei- bis mehrjährigen Wachstum zu. Schön anzusehen sind die Blüten, die eine auffallende Maserung auf der Oberfläche tragen und mit vielen kleinen Blättchen ausgestattet sind. Ebenso zauberhaft sind die fast herzförmigen Blätter, die sich entlang des Stängels in die Höhe ranken.

2. Nützliche Eigenschaften der Malve: Natürliches Heilmittel gegen Entzündungen

Die Malve zählt zu den Heilpflanzen und hat eine lindernde Wirkung. Schon in der Antike wurde sie bei inneren und äußeren Beschwerden angewendet und beim Kurieren von Krankheiten genutzt. So braute man beispielsweise einen Trunk aus Malvenwurzeln, -samen und Malvenblättern mit Milch und Wein, um Erkrankungen der Lunge zu heilen oder bereitete einen Tee in Verbindung mit Fenchel und Anis zu. Zur Behandlung von Geschwüren wurde eine Mixtur aus Kraut und Samen mit Milch angesetzt. In heutiger Zeit ist das Wundermittel Malve leider ein klein wenig in Vergessenheit geraten. Dabei ist sie ein Heilkraut gegen Husten, gereizte Schleimhäute, grippale Infekte und andere Beschwerden wie Entzündungen im Mund- und Rachenraum – oftmals wird dann ein Malventee mit frischen Malvenblüten verwendet. Außerdem hat die Malve einige wertvolle Inhaltsstoffe vorzuweisen: Die Schleimstoffe sowie die Gerbstoffe, Anthocyane (violett-blaue Farbstoffe) und ätherischen Öle, die in der Heilpflanze enthalten sind, wirken nämlich reizlindernd, antibakteriell und entzündungshemmend. Beliebt sind außerdem Kaltauszüge oder die äußere Anwendung in Form von Kompressen auf der Haut.

3. Einsatz im Garten: Malven pflanzen und pflegen

Der richtige Standort für die Malve 

Malve im Sonnenschein

Die Malve ist eine Sonnenanbeterin (c) istockphoto.com/swkunst

Sie haben Gefallen an der Wegmalve oder der wilden Malve gefunden? Werden Sie zum Hobbygärtner und pflanzen Sie mit ein wenig Geschick und Geduld Ihre eigene Malve an. Im Übrigen sind diese zwei Malven-Arten sehr genügsame und pflegeleichte Pflänzchen. Im Vorfeld gibt es trotzdem ein paar Dinge, die es zu beachten gilt: Am besten gefällt es der Heilpflanze an einem sonnigen bis vollsonnigen Standort, der windgeschützt ist und als Basis einen nährstoffreichen Boden hat. Im Idealfall ist dieser lehmig, kalkhaltig oder auch leicht sandig.

Malven gießen und düngen 

Säen Sie zwischen Mitte März und Mitte Mai die Samen aus und pflegen Sie sie mit einer regelmäßigen, aber sanften Wasserdusche. Nach etwa zehn bis vierzehn Tagen sollten sich die Keimlinge langsam zeigen. Generell ist die Malve eine Anbeterin konstant feuchter Erde, deren Oberfläche bereits leicht angetrocknet ist. Versorgen Sie die Malve daher in regelmäßigen Abständen, aber nicht übermäßig mit Wasser. Ganz wichtig: Das Wasser darf nur auf die Wurzelscheibe gegossen werden, ansonsten gehen die Malvenblüten unter dem Wasserdruck kaputt. Ein kleiner Tipp noch: Malven sind recht hungrige Pflanzen und erfreuen sich hin und wieder an organischem Dünger oder flüssigem Kräuterdünger. Dafür auf mineralischen Dünger verzichten, der schmeckt ihnen nicht besonders.

4. So kommt die Malve durch die kalte Jahreszeit

Nach der Blütezeit im Sommer und Frühherbst klopft auch schon der Winter an – höchste Zeit, Ihr Malven-Gewächs winterfest zu machen. Entfernen Sie zuerst die vertrockneten Stängel – dies kann man auch während der Hochsaison vorsichtig tun – und schneiden Sie die komplette Pflanze bis zum Boden zurück. Auch wenn die Malve sehr frostresistent ist (bis zu -28 Grad Celsius), sollte man sie vor dem Wintereinbruch schützen. Mit einer Schicht Herbstlaub oder Reisig oder eingewickelt in ein Stück Jute oder Vlies ist sie gewappnet. Gießen Sie die Pflanze an milden Wintertagen dennoch hin und wieder, da sie trotz Kälte zur Trockenheit neigt. Ist sie dann im Frühjahr aus dem Winterschlaf erwacht, empfiehlt es sich, die Pflanze umzutopfen und ihr einen kleinen Tapetenwechsel zu gönnen. Die umgepflanzte Malve wird dann für einige Tage geschont und in den Halbschatten gestellt. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Garten für den Frühling vorbereiten.

5. Von Malven und deren Vermehrung

Sie wollen Ihre Malven-Familie weiter vergrößern? Sammeln Sie im Herbst die sogenannten Spaltfrüchte, die sich in den befruchteten Blütenständen der Malve befinden und jeweils zwölf Samen enthalten. Wenn diese sich Dunkelbraun bis Schwarz verfärbt haben, am besten die gesamte Samenkapsel entnehmen und in einer Tüte zerreiben, damit sie sich öffnet und das Saatgut freigibt. Sie finden übrigens auf mioone.de noch mehr Pflanzentipps. Und jetzt auf zum Gärtnern!

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Pampasgras: Das fedrige Ziergras aus Südamerika http://www.mioone.de/pampasgras/ Fri, 02 Mar 2018 09:07:49 +0000 http://www.mioone.de/?p=8275 Meine Internet Tipps für Haus und Garten

Wenn die meisten anderen Pflanzen längst ihre Blüten abgeworfen haben und sich der Herbst ankündigt, steht es in voller Pracht: das Pampasgras – lateinisch Cortaderia sellona – mit seinen langen silbrig-weißen Blütenähren. Eigentlich heißt das Ziergras, das hierzulande viele Gärten schmückt, Amerikanisches Pampasgras. Es stammt ursprünglich aus den tropischen und gemäßigten Zonen Südamerikas. Einige der […]

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Wenn die meisten anderen Pflanzen längst ihre Blüten abgeworfen haben und sich der Herbst ankündigt, steht es in voller Pracht: das Pampasgras – lateinisch Cortaderia sellona – mit seinen langen silbrig-weißen Blütenähren. Eigentlich heißt das Ziergras, das hierzulande viele Gärten schmückt, Amerikanisches Pampasgras. Es stammt ursprünglich aus den tropischen und gemäßigten Zonen Südamerikas. Einige der 14 Arten von Pampasgras lassen sich in unseren Regionen im Freien halten, benötigen aber einen entsprechenden Winterschutz.

Pampasgras wird durch das imposante Zusammenspiel von Blättern und Blüten zu einem Schmuckstück. Während die Blätter nur etwa 80 cm hoch werden, können die Blütenähren Wuchshöhen von bis zu 250 cm erreichen. Dabei hängen die Rispen – die Wedel – in elegantem Halbkreis herunter. Die Blütezeit des Pampasgrases liegt vergleichsweise spät: Das Ziergras blüht von August bis weit in den Winter hinein. Wenn Sie die herrliche Pflanze in Ihrem Garten halten wollen, sollten Sie sich ein wenig mit dem Ziergras vertraut machen.

1. Wann sollte ich das Pampasgras pflanzen?

Mit Pampasgras den Garten verschönern

Pampasgras ist ein Highlight in jedem Garten. ©istockphoto.com_wjarek)

Pampasgras benötig zum Einwurzeln Wärme, daher sollten Sie die Pflanze im späten Frühjahr nach den Eisheiligen anpflanzen. Die Pflanze können Sie beispielsweise in Baumärkten wie beispielsweise OBI oder Hagebau direkt online oder vor Ort kaufen. Alternativ bieten sich selbstverständlich auch Fachhändler wie Gärtnereien an. Arbeiten Sie beim Anpflanzen Kompost mit ein, wenn der Boden nicht nährstoffreich genug ist.

2. Wie sieht ein geeigneter Standort aus?

Pampasgras mag sonnige und warme Plätze. Außerdem sollte der Standort windgeschützt sein, damit die Halme nicht umknicken. Auf keinen Fall sollten Sie das Ziergras am Fuß eines Hanges oder einer Schräge anpflanzen. Pampasgras mag keine Staunässe. Wenn Sie mehrere Pampasgräser anpflanzen, achten Sie bitte auf einen Abstand von 1 Meter zwischen den einzelnen Pflanzen.

3. Welches Substrat ist am besten?

Der Boden sollte nährstoffreich, tiefgründig und humos sein. Im Sommer sollte der Boden nicht komplett austrocknen und weiterhin durchlässig sein. Ein zu feuchter Boden führt hingegen zu Fäulnis und zum Absterben der Pflanze.

4. Wie sollte ich gießen?

Während der Hauptwachstumszeit sollten Sie das Pampasgras regelmäßig gießen, allerdings nicht so stark, dass Staunässe entsteht. Kurze Trockenzeiten übersteht das Gras besser als übermäßige Feuchtigkeit.

5. Wie sollte ich düngen?

Pampasgras liebt nährstoffreiche Böden, daher sollten Sie in der Hauptwachstumszeit alle 2 Wochen düngen. Als Dünger eignet sich Kompost. Allerdings sollten Sie es mit dem Düngen nicht übertreiben – das Ziergras wächst dann mastig.

6. Was sollte ich beim Winterschutz beachten?

Wenn der Herbst auf den Winter zugeht und die Wedel welk werden, sollten Sie das Gras mit Bast locker zu einem Schopf zusammenbinden. Wasser kann dann ganz einfach ablaufen und die Pflanze ist vor Winternässe geschützt. Wenn Sie möchten, können Sie noch trockenen Laub oder Tannenzweige um das Gras anhäufeln.

7. Wie sollte ich die Pflanze schneiden?

Wenn sich im Frühjahr der erste Austrieb zeigt, ist es Zeit, die Halme der Pflanze bis auf 15 Zentimeter zurückzuschneiden. Bitte tragen Sie dazu Handschuhe – die Ränder der Halme sind messerscharf!

8. Welche Pflanzen passen zum Pampasgras?

Besonders schön sieht das Pampasgras zwischen grünen Büschen aus. So kommen die Wedel optimal zur Geltung. Pflanzen Sie beispielsweise mehrere Gräser in der Mitte und schmücken sie mit einem Buchsbaum (oder mehreren) oder einer niedrigen Heckenpflanze ringsherum. Wichtig zu beachten: Um den Fokus nicht von dem anmutig im Wind wehenden Gras abzulenken, sollten Sie auf zu viele farbenfrohe Blüten bei der Gartengestaltung verzichten. Wer ein paar kleine Farbtupfer in die Gartendekoration bringen möchte, kann das aber natürlich gerne machen – wichtig ist die richtige Balance.

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Hortensien Pflege, Schnitt & weitere Tipps http://www.mioone.de/hortensien-pflege/ Thu, 19 Oct 2017 12:33:12 +0000 http://www.mioone.de/?p=8227 Meine Internet Tipps für Haus und Garten

Die Hortensie (lat. Hydrangea) ist durch ihre frischen Farben und voluminösen Blüten eine sehr beliebte Blume in den deutschen Gärten. Durch die verschieden neuartigen Züchtungen und Varianten beispielsweise mit puristisch weißen Blüten, oder aber in fröhlichem violett, rosa oder blau, findet sie gerne Platz im Garten des Hobbygärtners. Ein weiterer Vorteil: Sie kann bei guter […]

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Die Hortensie (lat. Hydrangea) ist durch ihre frischen Farben und voluminösen Blüten eine sehr beliebte Blume in den deutschen Gärten. Durch die verschieden neuartigen Züchtungen und Varianten beispielsweise mit puristisch weißen Blüten, oder aber in fröhlichem violett, rosa oder blau, findet sie gerne Platz im Garten des Hobbygärtners. Ein weiterer Vorteil: Sie kann bei guter Pflege auch nach Jahrzehnten noch die persönliche Grünfläche verschönern. Doch wie intensiv ist die Hortensien Pflege? Gibt es spezielle Vorschriften beim Schnitt? Und gibt es Unterschiede bei den Pflegebedürfnissen der verschiedenen Hortensienarten? Hier erhalten sie Gartentipps rund um das Gewächs.

Hortensien Pflege

Hortensien Pflege: So wächst die Pflanze optimal (c) iStock.com / ooyoo

1. Wie muss die Hortensie geschnitten werden?

Je nach Hortensienart sind die Schnittmaßnahmen unterschiedlich. Der Zeitpunkt für diese Hortensien Pflege ist jedoch bei allen Sorten gleich. Sie sollte im Februar erfolgen, damit die neuen Triebe im Frühjahr genügend Platz haben, sich zu entfalten.

Die Pflege von Bauernhortensien (auch Gartenhortensien), Kletterhortensien, Eichenblatthortensien und Tellerhortensien gestaltet sich sehr einfach. Sie müssen lediglich zum Frühjahr hin von alten Blüten und erfrorenen Trieben befreit werden. Hier ist Vorsicht geboten: Da die Blütenknospen bereits im Jahr vor dem Austrieb gebildet werden, könnten diese bei einem starken Rückschnitt beschädigt werden. Wenn Sie unsicher sind, ob der Trieb erfroren ist, machen Sie einen Test. Kratzen Sie etwas von der Rinde ab und prüfen Sie die Farbe des darunter liegenden Gewebes. Ist sie leuchtend grün, ist der Trieb gesund. Ist er eher gelb-grünlich verfärbt, ist er bereits abgestorben und sollte daher entfernt werden.

Anders verhält sich die Hortensien Pflege bei der Rispenhortensie und Schneeball-Hortensie. Beide Sorten sollten stark zurückgeschnitten werden, idealerweise auf ein bis zwei Knospenpaare. Da sie Spätblüher sind und ihre Blütenknospen erst bei Austrieb im Frühjahr bilden, werden diese beim Stutzen nicht beschädigt. Eine weitere Besonderheit: die Triebe wachsen sehr schnell und mit jedem neuen Austreiben verdoppelt sich die Anzahl der Triebe. Um der Fülle an Blüten Herr werden zu können und eine optisch ansprechende Ordnung zu schaffen, sollten kleinere Zweigbesen und eingeengte Triebe regelmäßig entfernt werden.  Diese Hortensien Pflege ist daher mit ein wenig mehr Aufwand verbunden.

2. Die optimale Hortensien-Pflege für Bauernhortensie, Kletterhortensie & Co.

Pflanzen Sie Hortensien bevorzugt im Frühjahr, maximal bis Ende Juli. So hat die Pflanze genügend Zeit, um zu wachsen und gedeihen, bevor die Temperaturen im Winter wieder fallen. Unter welchen Bedingungen die Pflanze eine schöne Blüte erhält und wie die Hortensien Pflege optimiert werden kann, erfahren Sie im folgenden Absatz.

Der richtige Boden für Hortensien

Hortensien Pflege Blaufärbung

Mit spezieller Pflege erhält die rosa Hortensie eine elegante Blaufärbung (c) iStock.com / ooyoo

Grundsätzlich bevorzugen alle Hortensienarten einen kalkarmen, humusreichen bzw. nährstoffreichen und lockeren Boden. Am Wohlsten fühlen sie sich in einem gleichmäßig feuchten Boden. Deshalb sollten sie regelmäßig ausreichend bewässert werden. Versorgen Sie die Hortensie bevorzugt bei den kühleren Temperaturen Frühmorgens oder Spätabends mit Gießwasser, damit das Wasser nicht vorzeitig verdunstet. Übrigens: Natürlich blaue Hortensien gibt es nicht. Die Blaufärbung entsteht, wenn rosafarbene Sorten einem sauren Boden mit einem pH-Wert von 3,5-4,5 ausgesetzt sind und der Boden mit Aluminium angereichert ist. Dies erfolgt entweder durch die Hortensien Pflege mit einem speziellen Blaufärbemittel zum Beispiel von Pflanzotheke oder aber durch Kalialaun, welches in der Apotheke erhältlich ist. Mittels pH-Teststreifen kann der ph-Wert des Bodens bequem ermittelt werden.

Der richtige Platz für die verschiedenen Hortensiensorten

Der Großteil der Hortensien bevorzugt schattige oder halbschattige, windgeschützte Plätze. Doch auch in der Sonne gedeiht diese Pflanze sehr gut. Dies ist jedoch auch abhängig von der Hortensien-Art. Rispenhortensien beispielsweise fühlen sich besonders in der Sonne wohl.

Wer nach einem optimalen Dünger für die Hortensien Pflege sucht, kann einen speziellen Hortensiendünger beispielsweise von Pflanzen Kölle verwenden. Alternativ ist auch Rhododenron-Dünger oder Azaleen-Dünger für die Nährstoffanreicherung des Bodens geeignet. Beginnen Sie im Frühjahr damit, die Pflanze wöchentlich zu düngen, damit sie mit ausreichend Nährstoffen versorgt wird und gut wachsen kann.

Winterschutz für Hortensien

Hortensien Pflege bei Frost

Hortensie mit Frost: So vermeiden Sie ein Absterben der Triebe (c) iStock.com / ballycroy

Die Hortensie ist eine relativ winterfeste Pflanze. Zwar kommt es vor, dass einige Triebe abfrieren und entfernt werden müssen, im Frühjahr bilden sich aber wieder neue aus. Dennoch benötigt das Gewächs bei anhaltend niedrigen Temperaturen und Frost vorbeugend einen Winterschutz, damit der Wurzelballen nicht einfriert. In diesem Fall fällt die Hortensien Pflege etwas intensiver aus als in den Sommermonaten. So empfiehlt es sich, den Boden beispielsweise mit schützendem Tannenreisig oder Wintervlies zu bedecken. Die Topfpflanzen sind noch kälteempfindlicher und sollten deshalb besonders geschützt werden. Hier sind robuste Kokosmatten oder Rindenmulch zum Schutz der Wurzel die ideale Wahl. Zudem sollte die Pflanze bevorzugt in einer windgeschützten Ecke untergebracht werden. Außerdem empfiehlt es sich, die Krone mit Vlies zu bedecken. So kann die Pflanze mühelos überwintern und im Frühjahr wieder in voller Pracht austreiben. Wenn Sie noch mehr stöbern und sich über die verschiedenen Anpflanzmethoden informieren wollen, schauen Sie sich doch in unserer Rubrik Haus und Garten um. Hier gibt es beispielsweise Infos, wie man Tulpenzwiebeln pflanzen kann.

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Japanischer Garten: Die Wohlfühl-Oase im eigenen Heim http://www.mioone.de/japanischer-garten/ Thu, 20 Jul 2017 09:24:48 +0000 http://www.mioone.de/?p=8164 Meine Internet Tipps für Haus und Garten

in japanischer Garten ist der ideale Zufluchtsort, in dem man der Hektik des Alltags entkommen kann. Insbesondere in einer großen Metropole fällt es oft schwer, zur Ruhe zu kommen und auch einmal das Smartphone weg zu legen. Mit diesem Garten jedoch kommt die Seele ganz schnell wieder ins Gleichgewicht. Ein Mix harmonischer Formen und frischer […]

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Ein japanischer Garten ist der ideale Zufluchtsort, in dem man der Hektik des Alltags entkommen kann. Insbesondere in einer großen Metropole fällt es oft schwer, zur Ruhe zu kommen und auch einmal das Smartphone weg zu legen. Mit diesem Garten jedoch kommt die Seele ganz schnell wieder ins Gleichgewicht. Ein Mix harmonischer Formen und frischer Farben sorgt für eine ruhige Optik. Ein japanischer Garten ist bereits in einigen Städten zu finden. Wenn sich jedoch keiner in der Nähe befindet oder Sie sich Ihre persönliche Wunschoase erschaffen wollen, lässt sich dies einfach umsetzen – ganz ohne Landschaftsarchitekten. Selbst bei wenig Platz kann dem Garten asiatisches Flair eingehaucht werden.

1. Japanischer Garten: Die Grundelemente 

Japanischer Garten Kies

Japanischer Garten mit wellenförmigem Kies (c) iStock.com / DavorLovincic

Im Kleinformat muss ein japanischer Garten zwar ohne Brücke und Teehaus auskommen, es gibt jedoch Elemente, die Teil jedes japanischen Gartens sind und so für den typischen, asiatischen Look sorgen. Wasser in Form eines kleinen Teichs darf hier nicht fehlen. Der Teich erzeugt eine ruhige Optik und sorgt für Entspannung. Auch Steine gehören zur Grundausstattung. Sie können den Teich umrahmen, als Wegweiser dienen oder als natürliche Designelemente in Form von Steinsetzungen Verwendung finden. Alternativ zum Teich können sie in Form von Kies den Eindruck von Wasser suggerieren, damit Ihr japanischer Garten eine harmonische Optik erhält. Hierzu wird der Kies einfach wellenförmig ausgelegt. Zudem kann ein japanischer Garten mit flachen Steinplatten oder Kies gelegt und so Wege geschaffen werden. Diese dürfen gerne verschiedene Größen haben und einer willkürlichen Route folgen, um die Natürlichkeit hervorzuheben. Zudem sind Moose ein sehr beliebter Bestandteil in einem fernöstlich angehauchten  Garten.

Wer viel Platz zur Verfügung hat, kann die Integration eines Pavillons in Erwägung ziehen. Er sorgt für Gemütlichkeit und macht es möglich, bei Bedarf selbst bei Regen an der frischen Luft entspannen zu können. Ihr japanischer Garten eignet sich dann wunderbar, kleine Teezeremonien mit Freunden  abzuhalten, zu meditieren und entspannende Yoga-Übungen auszuprobieren. Ist der Platz begrenzt, kann stattdessen auch eine Bank herhalten.

2. Deko im japanischen Garten: Weniger ist mehr

Vermutlich jeder hat eine ungefähre Vorstellung von asiatischem Dekor.  Viele denken dabei an den Deko-Buddha, elegant geschwungene und schmuckvolle Laternen sowie runde Lampions, die den Garten in den Abendstunden in ein warmes Licht tauchen und für eine gemütliche Atmosphäre sorgen. Schöne japanische Dekoelemente sind zum Beispiel bei Japanwelt zu finden. Diese können fernöstliches Flair erzeugen, sind aber nicht zwingend für einen japanischen Garten notwendig. Vielmehr gilt, ein harmonisches Zusammenspiel von Luft, Erde und Wasser zu erzeugen. Zudem sollte darauf geachtet werden, die Grundfarbe des Gartens bei Grün zu belassen. Das bedeutet: Weniger bunte Blumen, stattdessen mehr schlichte (Grün)Pflanzen einsetzen. Generell lässt sich zudem sagen, dass vor allem bei wenig verfügbarer Fläche zu viel auffällige Dekoration schnell einen unruhigen und kitschigen Eindruck vermittelt. Es gilt also: Weniger ist mehr!

3. Japanischer Garten: Auch bei den Pflanzen ist Zurückhaltung gefragt

Japanischer Garten mit Teich

Japanischer Garten mit Teich (c) iStock.com / DBasieB

Im Allgemeinen empfehlen sich nahezu alle buschigen Grünpflanzen, wenn ein japanischer Garten angelegt werden soll. Aber auch Bambus beispielsweise gehört zu den Pflanzenarten, die unmittelbar mit dem asiatischen Stil zusammenhängen und sich somit ideal für die Umsetzung eines asiatischen Gartens eignen. Ebenso erfreuen sich die Kirschbäume mit ihren zartrosa Blütenblättern einer sehr großen Beliebtheit – und das nicht nur in ihrer Heimat Japan. Wer seinem Garten  einen rustikalen Touch geben möchte, ist beispielsweise mit einem Bonsai bestens beraten, der durch seinen gewundenen, kräftigen Holzstamm und seine grünen Blätter viel Aufsehen erregt. Besonders schön ist es, den Garten auf verschiedenen Höhen anzulegen, da hierdurch mehr Dynamik erzeugt wird. Folgende weitere Pflanzen eignen sich, damit ein japanischer Garten ensteht:

  • Japanischer Ahorn / Fächerahorn
  • Buchsbaum
  • Fichte
  • Kiefer
  • Koreatanne
  • Japanische Hänge-Lerche

4. Einen Teich im japanischen Stil anlegen – so geht’s 

Ein japanischer Garten bekommt besonders viel Dynamik, wenn er einen Teich besitzt. Wie Sie genau Sie einen Teich auslegen können, erfahren Sie hier. Der Teich kann mit Seerosen bestückt sowie mit japanischem Schilf verschönert werden. Wer noch mehr Leben in seinen Garten bringen will, kann in dem Teich Fische halten. Ein wahrer Klassiker als japanischer Teichbewohner ist der Koi mit seiner leuchtenden, orange-weißen Farbe. Dieser ist jedoch sehr pflegeintensiv. Alternativ können auch andere Goldfischarten gehalten werden.

5. Die Pflege 

Damit Ihr japanischer Garten immer im besten Licht dasteht, sollte er regelmäßig gepflegt werden. Vor allem Büsche sollten in regelmäßigen Abständen auf eine rundliche Form gestutzt werden, um eine ruhige Optik zu erzeugen. Kies sollte von Blättern und anderen Verunreinigungen befreit werden. Haben Sie sich dafür entschieden, diese Steine wellenförmig anzulegen, müssen diese in ebendiese Form geharkt werden. Um hier gute Ergebnisse zu erzielen, sollte die Kiesschicht eine Mindestdicke von 5 cm aufweisen und die Körnung zwischen 3 und 8 mm betragen. So bleibt ein japanischer Garten auch nach langer Zeit noch schön und sorgt für Entspannung.

 

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Vertical Garden: Der Gartentrend 2017 http://www.mioone.de/vertical-garden/ Wed, 07 Jun 2017 15:49:23 +0000 http://www.mioone.de/?p=8108 Meine Internet Tipps für Haus und Garten

er Vertical Garden ist der absolute Gartentrend 2017. Doch was ist Vertical Gardening überhaupt? Wie der Name bereits verrät, ist diese Gartenart nicht wie üblicherweise auf dem Boden ausgerichtet, sondern umfasst jegliche Pflanzen, die vertikal angelegt sind. So kann sie jede noch so triste Fläche im Innen- und auch Außenbereich verschönern. Ein besonderer Vorteil: Entgegen […]

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Der Vertical Garden ist der absolute Gartentrend 2017. Doch was ist Vertical Gardening überhaupt? Wie der Name bereits verrät, ist diese Gartenart nicht wie üblicherweise auf dem Boden ausgerichtet, sondern umfasst jegliche Pflanzen, die vertikal angelegt sind. So kann sie jede noch so triste Fläche im Innen- und auch Außenbereich verschönern. Ein besonderer Vorteil: Entgegen eines klassischen Gartens, der üblicherweise viel Platz beansprucht, ist die Wandbegrünung extrem platzsparend. Somit ist sie die ideale Wahl, wenn nur wenig Raum für die Gestaltung bleibt. Deshalb kann das vertikale Gärtnern selbst kleine Balkons zu absoluten Hinguckern machen. Dabei sind keine Grenzen bei der angelegten Größe gesetzt. Kleine Flächen können ebenso begrünt werden wie ganze Hauswände. Zudem lassen sich nicht nur gerade Flächen, sondern auch runde Säulen hiermit verschönern.

1. Welche Pflanzen eignen sich für den vertikalen Garten?

Vertical Garden

Vertical Garden – für innen und außen geeignet (c) iStock.com / pixzzle

J e nach gewähltem Vertical Garden eignen sich verschiedene Pflanzenarten zur Bestückung. Während Kletterpflanzen wie Efeu ohnehin an der Wand haften, benötigt ein vertikaler Kräutergarten beispielsweise eine Befestigung in Form eines Gitters mit daran angebrachten Kästen bzw. Pflanzentöpfen. Auf ebendiese Weise können auch Blumen bzw. Zierpflanzen problemlos an der Wand Platz finden. Wer  gerne Gemüse anpflanzt, kann auch ein Gemüsebeet im vertikalen Stil realisieren. Hierfür können rankende Gemüsepflanzen wie Tomaten oder Gurken, aber auch Bohnen oder Paprika eingesetzt werden. Werden nicht-rankende Pflanzen bevorzugt, können diese in Pflanzenkübel untergebracht werden, die dann an der Wand befestigt werden. Wer sich einen dichten Pflanzenteppich ohne Benutzung der Pflanzkübel wünscht, sollte darauf achten, dass die Pflanze starke Wurzeln und zudem die richtige Flexibilität besitzt. Denn ist die Pflanze zu holzig, wird sie in die Horizontale wachsen und ein unruhiges Gesamtbild abgeben. Ist die Begrünung hingegen zu flexibel, wird sie nach einiger Zeit schlaff herunterhängen. Empfehlenswert sind deshalb buschige und krautige Pflanzen. Beispielsweise sind Moose für vertikales Gärtnern sehr gut geeignet. Ebenso gut können Stauden, Begonien, Sukkulenten und Wachsblumen hierfür eingesetzt werden.

2. Die richtige Pflege

Pflanzen, die ähnlich viel Licht benötigen, sollten möglichst nahe beieinander stehen. Außerdem empfiehlt es sich, Pflanzen mit hohem Lichtbedarf sehr weit oben und diejenigen mit geringem Lichtbedarf tiefer gelegen zu platzieren.

Der vertikal angelegte Garten benötigt grundsätzlich etwas mehr Wasser als Kübelpflanzen, da er durch seine höhere Lage mehr Sonne ausgesetzt ist. Eine weitere Besonderheit: Da beim Gießen überschüssiges Wasser der gegossenen Pflanzen nach unten fließt, könnten die niedriger liegenden Pflanzenschichten überwässert werden. Deshalb sollten sich hier beispielsweise Moose und Farne befinden, denen dieser Umstand nichts ausmacht.

3. Wie erstellt man einen Vertical Garden?

Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, das Pflanzendekor umzusetzen. Es kann entweder gekauft oder in vereinfachter Form selbst hergestellt werden. Die verschiedenen Varianten werden hier näher beleuchtet.

Ein vertikaler Garten durch ein autarkes Wandsystem

Besonders Aufsehen erregend und vor allem sehr edel sind die Living Walls als autarke Wandsysteme, die ein eigenes Bewässerungssystem besitzen sowie mit Nährstoffen versorgt werden. So ist es möglich, einen wunderschönen Pflanzenteppich problemlos auch im Innenbereich zu ermöglichen und den Raum so zu begrünen und lebendig zu machen. Die bepflanzte Fläche sieht dabei nicht nur gut aus, sondern verbessert auch nachweislich das Raumklima. Die Systeme für die Fassadenbegrünung finden Sie beispielsweise hier. Da diese Variante des Vertical Gardenings mit Sensoren und Software ausgestattet ist, kann diese jedoch verhältnismäßig teuer werden. Wer wenig Budget zur Verfügung hat, aber trotzdem nicht auf diese aufregende Deko verzichten will, kann auch selbst kreativ werden und sich seine eigenen vertikalen Hochbeete in vereinfachter Form zusammen bauen.

DIY Vertical Garden mit Europaletten

Vertical Garden DIY

Vertical Garden mit Europaletten selber machen (c) iStock.com / wayra

Wer es besonders einfach haben will und die frischen Farben der Pflanzen mit rustikalem Holz aufpeppen möchte, kann bequem zu Europaletten greifen. Auf der Rückseite wird mit dem Holztacker oder alternativ mit Hammer und Nagel eine wasserdichte Folie angebracht (optimal eignet sich zum Beispiel Teichfolie), damit bei Bewässerung keine Feuchtigkeit an der Mauer auftritt. Dabei sollten auch die Seitenteile und die Unterseite nicht ausgespart werden. Anschließend wird die Palette mit Blumenerde befüllt und mit Pflanzen bestückt. Wichtig: Während dieses Vorgangs sollte die Palette in horizontaler Lage bleiben und die oberste Reihe noch nicht befüllt werden. Das hat den Grund, dass die Pflanzen erst einmal genügend starke Wurzeln ausbilden müssen. Eine regelmäßige Bewässerung sollte während dieses Zeitraums gewährt werden. Nach 2-3 Wochen kann der Garten dann vertikal platziert und aufgehängt werden.

Wer sich lieber ein fertiges Pflanzengestell kaufen will, ist beispielsweise mit einem Modell von Urbanature bestens beraten. Eine Alternative zum Vertical Gardening sind Pflanzenetageren. Auch diese sind in die Höhe gebaut und können auf den verschiedenen Etagen mit Kräutern, Zierpflanzen und mehr geschmückt werden.

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So schön und so gnadenlos: Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) http://www.mioone.de/venusfliegenfalle/ Thu, 17 Nov 2016 09:32:28 +0000 http://www.mioone.de/?p=6941 Meine Internet Tipps für Haus und Garten

Ein geöffneter blutroter Schlund mit spitzen, langen Zähnen: Die Venusfliegenfalle, die wohl bekannteste fleischfressende Pflanze, wirkt bereits auf den ersten Blick bedrohlich und faszinierend zugleich. Ursprünglich stammt die „Dionaea muscipula“ aus dem Osten der USA. Mit der richtigen Pflege fühlt sie sich jedoch auch auf der heimischen Fensterbank wohl. Ihre Leibspeise: Insekten und andere kleine […]

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Ein geöffneter blutroter Schlund mit spitzen, langen Zähnen: Die Venusfliegenfalle, die wohl bekannteste fleischfressende Pflanze, wirkt bereits auf den ersten Blick bedrohlich und faszinierend zugleich. Ursprünglich stammt die „Dionaea muscipula“ aus dem Osten der USA. Mit der richtigen Pflege fühlt sie sich jedoch auch auf der heimischen Fensterbank wohl. Ihre Leibspeise: Insekten und andere kleine Beutetiere.

1. Die Venusfliegenfalle: Steckbrief

  • Botanischer Name: Dionaea muscipula
  • Ordnung: Nelkenartige
  • Familie: Sonnentaugewächse
  • Heimatland: North und South Carolina
  • Wuchshöhe: bis zu 30 Zentimete
  • Blütezeit: April bis Juni
  • Blüten: grüne Kelchblätter, weiße Kronblätter
  • Schnappgeschwindigkeit: 100 Millisekunden

Warum der Name Venusfliegenfalle?

Der irische Naturforscher John Ellis John Ellis (circa 1710 bis 1776) gab der Venusfliegenfalle den lateinischen Namen Dionaea muscipula. Damit ist die fleischfressende Pflanze zum einen nach Dione benannt, der Mutter der griechischen Göttin Aphrodite. Dies ist auf die Ähnlichkeit der Fangblätter mit weiblichen Geschlechtsteilen zurückzuführen. Der zweite Teil des Namens bedeutet wörtlich übersetzt Mausefalle. Zwar verfügt die Venusfliegenfalle tatsächlich über einen Klappfallenmechanismus. Nager sind ihr jedoch als Beutetier zu groß.

2. Der Klappfallenmechanismus der fleischfressenden Pflanze

venusfliegenfalle

Venusfliegenfalle mit einem Klappfallenmechanismus istockphoto.com/Martin Wahlborg

Die Klappfalle ist der seltenste Tötungsmechanismus im Reich der pflanzenfressenden Pflanzen und äußerst ausgeklügelt. Die Ränder und Innenseiten ihrer Fangblätter sind mit Borsten, sogenannten Fühlhaaren ausgestattet. Dabei handelt es sich um den Teil der Pflanze, der an Zähne erinnert. Sobald sich ein Beutetier der Pflanze nähert, registrieren die feinen Fühlhaare die Bewegungen des Insekts. Raffiniert dabei: Nur wenn es innerhalb von 30 Sekunden zu mindestens zwei Berührungen kommt, schnappt die Falle zu. So wird verhindert, dass beispielsweise jeder Regentropfen den Mechanismus in Gang setzt. Eiweißrezeptoren prüfen, ob die Beute tatsächlich essbar ist – auch dadurch wird ein Fehlalarm verhindert.

Das Schicksal der Beute: Insenkten werden zerquetscht oder lebendig verdaut

Im Hohlraum zwischen den Blättern gefangen, gibt es für die Beute kein Entkommen mehr. Die Blätter schließen sich immer fester um den Körper. Meistens wird das Insekt oder ein anderes kleines Beutetier dabei zerquetscht. Wenn nicht, erlebt es den Verdauungsprozess bei lebendigem Leibe. Bei der Zersetzung werden Nährstoffe frei, welche die Pflanze über die Blätter aufnimmt. Nach drei bis zehn Tagen öffnet sich die Falle wieder und übrig bleibt nur noch der nicht verwertbare Panzer. Die Falle ist in wenigen Tagen wieder scharf und kann erneut zuschnappen.

Der Speiseplan der Venusfliegenfalle

Auf dem Speiseplan der Venusfliegenfalle stehen Insekten wie Fliegen, Spinnen und Ameisen. Warum gibt es eigentlich Pflanzen die Fleisch fressen? Dabei handelt es sich um Gewächse, die auf nährstoffarmen Böden wachsen und zusätzliche Nährstoffe wie Kalium, Stickstoff, Eisen und Phosphor benötigen. Diese ziehen sie aus ihrer Beute.

Blüten als Schutz für Bestäuber

Ebenfalls gut von der Natur eingerichtet: Einmal im Jahr bildet die Venusblütenfalle Blüten aus. Auffällig daran sind die sehr langen Blütenstängel, die mehr als 30 Zentimeter erreichen können. Dadurch wird verhindert, dass auch bestäubende Insekten in die Todesspirale gelangen, die für die Vermehrung der Pflanze zuständig ist.

3. Venusfliegenfalle pflanzen

Venusfliegenfalle pflanzen Standort

Die Venusfliegenfalle liebt einen hellen Standort © istockphoto.com/KariHoglund

Sie wollen eine Venusfliegenfalle auf Ihr Fensterbrett stellen? Der schnellste Weg führt über gut sortierte Gärtnereien, Gartencenter oder Baumärkte mit Pflanzenabteilung. Hier finden Sie zahlreiche Sorten von „All Green“ bis „Blutrot“. Kräftige Farben und fleischige Blätter sind ein guter Hinweis darauf, dass die Pflanze gesund ist. Achten Sie darauf, dass Blätter und Substrat der Venusfliegenfalle keine Anzeichen von Schimmel zeigen.

Falls Sie bereits eine Venusfliegenfalle besitzen, können Sie diese über Stecklinge vermehren. Idealer Zeitpunkt ist nach der Winterruhe. Nehmen Sie die Pflanze vorsichtig heraus und teilen Sie das Rhizom, also die Wurzelstruktur, indem Sie dieses mit einem Messer oder einer Schere durchschneiden. Sie können auch einzelne Blätter herauszupfen. Wichtig ist, dass ein Teil des Rhizoms an dem Steckling bleibt. Pflanzen Sie die einzelnen Pflanzenteile in separate Töpfe und Setzen Sie die Stecklinge vorerst nicht der prallen Sonne aus.

Etwas schwieriger ist die Vermehrung durch Aussaat. Venusfliegenfallen sind Zwitterpflanzen, weshalb Sie die Blüten mit einem Pinsel bestäuben können. Nach der Blüte sammeln Sie die Kerne und bewahren diese lichtgeschützt und kühl bis zur Aussaat auf. Der beste Zeitpunkt dafür ist Anfang März. Streuen Sie die Samen auf einer anfeuchteten, torfhaltigen Erde aus. Die Samen bleiben während des Keimvorgangs an der Oberfläche. Mit einer Klarsichtfolie abgedeckt, schaffen Sie ideale Keimbedingungen. Die Aussaat benötigt zudem reichlich Licht und die Erde sollte immer etwas feucht sein.

4. Die perfekte Umgebung für die Venusfliegenfalle

Standort: Die Venusfliegenfalle liebt Licht. Am Besten Sie daher auf der Fensterbank aufgehoben. Im Sommer fühlt sie sich auch im Freien wohl. Die Temperaturen sollten zwischen 20 und 32 Grad liegen.

Lichtbedingungen: Die Venusfliegenfalle kann gar nicht genug Sonne bekommen. Direkte Sonneneinstrahlung ist optimal. Vorsicht jedoch mit Pflanzen in einer geschlossenen Glasschale: Hier kann es zu Verbrennungen kommen. In den lichtarmen Wintermonaten tun Sie Ihrem Fleischfresser mit einer Pflanzenleuchte einen großen Gefallen.

Luftfeuchtigkeit: Die fleischfressenden Pflanzen mögen es feucht und haben daher ein Problem mit trockener Heizungsluft. Eine Wasserschale auf dem Fenstersims schafft Abhilfe. Sie können Ihre Pflanze auch regelmäßig mit Wasser oder noch besser mit Regenwasser besprühen.

Erde: Hier gibt sich die Venusfliegenfalle nicht mit allem zufrieden. Sie braucht eine sehr torfhaltige, sandige Erde. Im Fachhandel gibt es spezielle Erden für Karnivoren zu kaufen. Da Venusfliegenfallen in der Natur in kargen Böden vorkommen, benötigen sie keinen Dünger.

5. Die richtige Pflege für die Venusfliegenfalle

Fleischfressende Pflanzen haben den Ruf, sehr schwierig in der Pflege zu sein. Das trifft nicht in allen Fällen zu. Man muss nur die Ansprüche der Venusfliegenfalle kennen, um sie lange gesund und vital zu halten. Zunächst einmal ist es wichtig, die Herkunft dieser Karnivoren im Hinterkopf zu behalten. Das subtropische Klima in den Südstaaten der USA zeichnet sich durch heiße Sommer und kühle Winter aus, wobei die Temperaturen aber nie unter den Gefrierpunkt fallen.

Venusfliegenfalle gießen

Die Venusfliegenfalle mag es feucht, versorgt sich aber gerne selbst, indem sie je nach Bedarf das Wasser mit ihren Wurzeln aus der Erde zieht. Am besten stellen Sie die Pflanze daher in einen Untersetzer, den Sie daumenbreit mit Wasser füllen. Wenn es aufgebraucht ist, können Sie den Fleischfresser ruhig ein bis zwei Tage auf dem Trockenen sitzen lassen, damit die Erde nicht durchgehend feucht ist. Ein häufiger Fehler ist, die Venusfliegenfalle mit Leistungswasser zu gießen, das in fast allen Fällen einen zu hohen Kalkgehalt aufweist. Nur wenn Sie sehr weiches Leitungswasser haben, können Sie dieses für Ihre fleischfressende Pflanze verwenden. Optimal ist Regenwasser oder destilliertes Wasser.

Winterruhe für Venusfliegenfalle

Von etwa Ende Oktober bis März befindet sich die Venusfliegenfalle in der Winterruhe. Sie erkennen dies daran, dass sie viele kleine Fallen bildet. In dieser Zeit sollten Sie die Pflanze nur noch maximal ein Mal pro Monat gießen. Die Dionaea muscipula sollte in der Zeit an einem kühlen, hellen Ort ohne Zugluft stehen, an dem die Temperatur konstant ist und nicht unter 5 Grad Celsius fällt. Ideal ist ein Wintergarten. Falls Sie keinen geeigneten Raum haben, können Sie Ihre Pflanze auch in einer Gärtnerei oder in einem Gartencenter überwintern lassen. Viele bieten mittlerweile solche Stellplätze für die Wintermonate an.

Venusfliegenfalle umtopfen

Die Venusfliegenfalle braucht genügend Platz. Topfen Sie sie daher regelmäßig um, wenn der bisherige Topf zu eng wird. Dies gilt vor allem in der Wachstumsphase aber auch später, wenn sie sich bei guter Pflege von selbst zu vermehren beginnt. Kleine Pflänzchen sollten schnell einen eigenen Topf bekommen.

Venusfliegenfalle und Schädlinge

Blattläuse und Trauermückenlarven sind die häufigsten Schädlinge, die die Venusfliegenfalle befallen. Prüfen Sie die Blätter regelmäßig auf kleine Tierchen. Blattläuse beispielsweise sind bei genauem Hinsehen mit bloßem Auge zu erkennen. Bei einem leichten Befall reicht es oft, wenn Sie die Pflanze vorsichtig unter Wasser halten.

Venusfliegenfalle und Pflegeprobleme

Es sind in der Regel immer wieder die gleichen Fehler, welche die Venusfliegenfalle eingehen lassen:

  • Die Venusfliegenfalle erhält zu wenig Licht: Ein Platz an der Fensterbank ist ideal. Im Winter sollten Sie jedoch Wasserschalen neben die Pflanze stellen, um die Luftfeuchtigkeit bei trockener Heizungsluft zu erhöhen.
  • Die Venusfliegenfalle wird übergossen oder gedüngt: Gönnen Sie Ihrem Fleischfresser zwei Tage Trinkpause, ehe Sie den Untersetzer wieder mit Wasser füllen, und verzichten Sie auf Dünger.
  • Beachten Sie die Winterruhe, gießen Sie nur noch einmal pro Monat und stellen Sie die Venusfliegenfalle an einen kühlen, hellen Ort ohne Zugluft und mit konstanten Temperaturen.
  • Gießen Sie die Venusfliegenfalle nicht mit Leitungswasser oder abgekochtem Wasser. Erstes enthält zu viel Kalk, zweites zu wenig Nährstoffe. Regenwasser und destilliertes Wasser sind eine gute Alternative.

6. Venusfliegenfalle vermehren

Venusfliegenfalle füttern Insekten

Wenn Sie Ihre Venusfliegenfalle füttern wollen, sollten Sie nur lebendige Insekten reichen
© istockphoto.com/markgoddard

Bei guter Pflege vermehrt sich die Venusfliegenfalle von selbst. Sie können jedoch auch nachhelfen und die Pflanze über Stecklinge vermehren. Dazu müssen Sie ein Blatt abtrennen und zwar so tief, dass ein Stück von der Wurzel an dem neuen Pflanzenteil bleibt. Pflanzen Sie den Steckling in einen eigenen Topf, den Sie mit sehr torfhaltiger Erde füllen und gut gießen sollten. Setzen Sie die Pflanze vorerst nicht der prallen Sonne aus.

Etwas schwieriger ist die Vermehrung durch Aussaat. Venusfliegenfallen sind Zwitterpflanzen, weshalb Sie die Blüten mit einem Pinsel bestäuben können. Nach der Blüte sammeln Sie die Kerne und bewahren diese lichtgeschützt und kühl bis zur Aussaat auf. Der beste Zeitpunkt dafür ist Anfang März. Streuen Sie die Samen auf einer anfeuchteten, torfhaltigen Erde aus. Die Samen bleiben während des Keimvorgangs an der Oberfläche. Mit einer Klarsichtfolie abgedeckt, schaffen Sie ideale Keimbedingungen. Die Aussaat benötigt zudem reichlich Licht und die Erde sollte immer etwas feucht sein.

7. Venusfliegenfalle füttern

Die Venusfliegenfalle benötigt für die Nahrungsaufnahme keine Hilfe. In der Regel fängt sie selbst genügend Insekten, um über die Runden zu kommen. Dennoch: Jeder will seine Venusfliegenfalle einmal zuschnappen lassen. Füttern Sie kein totes Fleisch, dieses kann die Pflanze nämlich nicht verdauen und verbraucht nur unnötig Energie. Die Insekten sollten zudem weder zu klein noch zu groß sein. Idealerweise ist das Beutetier ein Drittel so lang wie die Klappfalle. Zu große Insekten können nicht verdaut werden. Im schlimmsten Fall fangen Sie in der Falle an zu verrotten. Der Zersetzungsprozess erfasst dann die ganze Pflanze. Beachten Sie zudem: Jede Klappfalle kann in ihrem Leben maximal sieben Mal zuschnappen. Halten Sie daher nicht zu oft aus Spaß Ihren Finger in die Falle.

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Trauermücken schnell und effektiv bekämpfen http://www.mioone.de/trauermuecken-schnell-und-effektiv-bekaempfen/ Fri, 12 Jun 2015 10:40:45 +0000 http://www.mioone.de/?p=6274 Meine Internet Tipps für Haus und Garten

Tschüss Trauermücken Wie man sie schnell und wirksam loswird er Trauermücken bekämpfen will, muss erst einmal wissen, wie er die kleinen fliegenden Schädlinge von anderen bekannten Insekten unterscheiden kann. Zumeist wird die Trauermücke mit der Fruchtfliege verwechselt. Im Gegensatz zu Fruchtfliegen sind Trauermücken durchgehend schwarz und schmal im Körper und unterscheiden sich so von den […]

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1. Tschüss Trauermücken

Wie man sie schnell und wirksam loswird


Wer Trauermücken bekämpfen will, muss erst einmal wissen, wie er die kleinen fliegenden Schädlinge von anderen bekannten Insekten unterscheiden kann. Zumeist wird die Trauermücke mit der Fruchtfliege verwechselt.

Im Gegensatz zu Fruchtfliegen sind Trauermücken durchgehend schwarz und schmal im Körper und unterscheiden sich so von den etwas gedrungeneren und rotbraunen Fruchtfliegen. Erwachsene Tiere sind etwa 1,3 Millimeter lang und bewegen sich in einem flotten Zickzack-Flug, während Fruchtfliegen eher einen etwa behäbigen Geradeausflug bevorzugen.


By Pristurus (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Auch in der Auswahl der Nahrung beziehungsweise der Ablageplätze für die Eier sind Trauermücken und Obstfliegen unterschiedlich einzuordnen. Fruchtfliegen lassen sich gern auf faulendem Obst nieder und legen dort auch ihre Eier ab, während die Trauermücke ein feuchtes Substrat, beispielsweise Blumenerde als idealen Ablageplatz für Ihre Eier bevorzugt.

So beginnt der Befall eben direkt im Blumentopf und nicht über die eigentliche Pflanze oder die Blüten- oder Fruchtstände. Gut zu erkennen sind die Trauermücken auch an ihren langen, schleierartigen Flügeln, die den gesamten Körper ab Kopf überdecken.

2. Schadbilder der Trauermückenlarven

Erwachsene Trauermücken richten an Pflanzen meist keine schweren Schäden an, können aber besonders in Wohnräumen doch sehr lästig sein. Außerdem pflanzen sich die adulten Trauermücken fort. Dazu legen sie in Substraten wie beispielsweise Blumenerde Hunderte von Eiern ab, aus denen sich innerhalb kürzester Zeit die wurmartigen Trauermückenlarven entwickeln.

Diese ernähren sich überwiegend aus den natürlichen Zersetzungsprodukten der Pflanzsubstrate, fressen aber auch gern junge Wurzeltriebe an. Besonders Jungpflanzen sind davon im Wachstum beeinträchtigt. Bei starkem Befall können aber sogar ältere Zimmer- und Zierpflanzen am Befall mit den Trauermückenlarven zugrunde gehen.

Nach bereits drei Tagen haben sich die Trauermückenlarven voll entwickelt und sind dann adulte Trauermücken, die sich wiederum vermehren können. Dadurch ist ohne Bekämpfung kaum davon auszugehen, dass die Schädlinge von selbst verschwinden und der Befall ohne Hilfsmittel gestoppt werden könnte.

Trauermücken bekämpfen

Grundsätzlich kommen drei Bekämpfungsarten in Frage. Hie runterscheiden wir zwischen

  1. biologischen Mitteln
  2. chemischen Mitteln und
  3. mechanischen Hilfen

Lassen wir die chemischen Schädlingsbekämpfungsmittel weg, verbleiben biologische und mechanische Methoden, um Trauermücken bekämpfen zu können.

Biologische Mittel gegen Trauermücken

Hier empfehlen sich der Einsatz von

  1. Nematoden oder
  2. speziellen Bakterien
Trauermücke auf Blatt

Lästige Trauermücke

Ein völlig natürliches und bereits über viele Jahre erprobtes Mittel um Trauermücken bekämpfen zu können sind Nematoden. Nematoden sind winzig kleine Fadenwürmer, die in parasitärer Weise leben. Spezielle Nematoden sind in der Lage, Trauermückenlarven praktisch von innen heraus aufzufressen.

Dazu wird die spezielle Art Steinernema feltiae aus der Gruppe der SF-Nematoden in das Pflanzsubstrat eingebracht. In der Blumenerde finden die Fadenwürmer die Trauermückenlarven und fressen diese praktisch von innen auf. Damit wird auf natürliche Weise und dauerhaft wirkungsvoll der Vermehrungszyklus der Trauermücken unterbrochen. Allerdings sterben auch die Nematoden irgendwann ab und sollten dann neu eingesetzt werden.

Eine andere biologische Möglichkeit sind spezielle Bakterien, die von den Trauermückenlarven gefressen werden und dort ein Toxin entwickeln, dass die Larven tötet. Auch so lassen sich Trauermückenlarven bekämpfen.

Mechanische Mittel gegen Trauermücken

Wer zum Trauermücken bekämpfen nicht die kleinen biologischen Helfer einsetzen will, kann auch mechanische Methoden nutzen. Dazu zählen

  1. der Einsatz von Gelbtafeln oder Gelbstickern
  2. der Austausch des Planzensubstrates
  3. mechanische „Sperren“
  4. mehr Achtsamkeit beim Gießen

Gelbtafeln

Die klassischen Gelbtafeln lassen sich auch in Wohnbereichen einsetzen. Diese ziehen aufgrund ihrer Farbe und spezieller Duft- und Lockstoffe auch die Trauermücken an, die dann auf der klebrigen Oberfläche haftenbleiben. Allerdings lassen sich damit nur die ausgewachsenen Tiere bekämpfen, die nicht selten vorher noch ihre Eier im Substrat abgelegt haben, so dass dort der Wurzelfraß nicht eingedämmt wird.

Trockensubstrate und Sand

Eine weitere Möglichkeit zum Trauermücken bekämpfen ist der Austausch des Substrates. Dabei sollte die klassische Blumenerde durch völlig andere Substrate wie beispielsweise Blähton ersetzt werden. In solchen Ersatzsubstraten finden die Trauermückenlarven weder ausreichend Nahrung noch ein „gemütliches“ Zuhause.

Möglich ist es auch, den Befall mit den Schädlingen durch das Aufbringen einer Schicht Sand auf der Blumenerde zu verhindern. Dort legen die Trauermücken ihre Eier nicht ab. Denken Sie aber auch an die Bodenabzugslöcher der Blumentöpfe, da die Trauermücken ihre Eier auch von unten einbringen können.

Mit Strümpfen und weniger Gießen Trauermücken bekämpfen

Nicht schön aber wirkungsvoll sind feine Nylonstrümpfe, die von unten über den Topf gezogen werden und dann am Stamm der Pflanze festgebunden werden. Damit wird verhindert, dass die Weibchen ihre Eier in die Blumenerde ablegen können. Sieht nicht schön aus und hilft eben auch nur bedingt, da sich die Trauermückenweibchen dann eben andere Blumentöpfe zur Ablage ihrer Eier aussuchen.

Werden die oberen Schichten der Substrate trocken gehalten, legen dort die Trauermücken nur ungern ihre Eier ab, die ein feuchtes Bodenklima bevorzugen. Diesbezüglich darf erwähnt werden, dass die meisten Zimmerpflanzen ohnehin übergossen werden, so dass ein regelmäßiger Verzicht auf zuviel Gießen durchaus auch hilfreich beim Trauermücken bekämpfen sein kann.

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Einen Obstgarten anlegen http://www.mioone.de/einen-obstgarten-anlegen/ Tue, 21 Apr 2015 12:17:09 +0000 http://www.mioone.de/?p=6037 Meine Internet Tipps für Haus und Garten

Einen Obstgarten anlegen Was es zu beachten gibt   Ein Obstgarten ist schon etwas Feines. Man hat sein Obst direkt vor der Tür und kann sich jederzeit daran bedienen. Ob Kernobst, wie Äpfel und Birnen oder Steinobst, wie Kirschen und Pflaumen, die Auswahl für den eigenen Obstgarten ist groß. Der Vorteil von Obstbäumen liegt auf […]

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1. Einen Obstgarten anlegen

Was es zu beachten gibt

 

Ein Obstgarten ist schon etwas Feines. Man hat sein Obst direkt vor der Tür und kann sich jederzeit daran bedienen. Ob Kernobst, wie Äpfel und Birnen oder Steinobst, wie Kirschen und Pflaumen, die Auswahl für den eigenen Obstgarten ist groß. Der Vorteil von Obstbäumen liegt auf der Hand: sie sind pflegeleicht und besonders für einen Familiengarten geeignet, da sich die Kinder direkt Vitamine pflücken können.

2. Planung beim Obstgarten anlegen

Wenn man einen Obstgarten anlegen möchte, dann muss man sich zuerst für einige Obstbäume entscheiden. Außerdem muss sich Gedanken über den Standort gemacht werden und wann die beste Zeit ist, einen Obstbaum einzupflanzen.

Welche Obstsorten gibt es?

Obstgarten anlegen Apfel Baum

Ein Apfelbaum gehört z. B. zu dem Kernobst.

Man unterscheidet zwischen Kernobst, Steinobst und Beerenobst. Kernobst und Steinobst wachsen an Bäumen, während Beerenobst an Sträuchern wächst.

Kernobst

Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um Obst mit einem Kerngehäuse, welcher fünf Kammern enthält. Kernobst ist der Familie der Rosengewächse zuzuschreiben. Die Ernte von Kernobst ist im September und Oktober.

  • Apfel
  • Birne
  • Quitte
  • Mispel
  • Hagebutte
Obstgarten anlegen Pflaumen Baum

Zu dem Steinobst gehört der Pflaumenbaum.

Steinobst

Steinobst hat als Kern einen verholzten Stein, während Kernobst mehrerer Kerne hat. Um den verholzten Kern befindet sich die Fruchtschale.

  • Kirschen
  • Pfirsich
  • Aprikose
  • Mirabellen
  • Pflaumen und Zwetschgen

 
 
Beerenobst

Obstgarten anlegen Himbeer Strauch

Himbeeren gehöret zu Beerenobst.

Aus Beerenobst lässt sich wunderbar Marmelade oder Früchtekuchen zubereiten. Aber auch für zwischendurch zum Naschen sind sie lecker. Beerensträucher sind dadurch gekennzeichnet, dass kleine Früchte an Sträuchern hängen. Die Früchte haben eine weiche Schale.

    • Himbeeren
    • Heidelbeeren
    • Brombeeren
    • Johannisbeeren
    • Stachelbeeren
    • Erdbeeren

Obst für den kleinen Garten

Hat man einen kleinen Garten, muss das nicht bedeuten, dass man kein Obst pflanzen kann. Für diese Gärten eignet sich Spalierobst, also kletternde Obstbäume. Diese können sich an der eigenen Hauswand entlanghangeln. Dafür eignen sich Birnen, Äpfel, Pfirsiche, Aprikosen und Quitte.

3. Welcher Standort eignet sich besonders gut?

Der Boden für den Obstanbau sollte wasserdurchlässig sein, sodass keine Staunässe entsteht. Einige Bäume brauchen sehr viel Platz, was berücksichtigt werden sollte. Man unterscheidet hier zwischen Hoch-, Halb- und Niederstamm. Zwischen den Bäumen sollte ein Abstand von mindestens 8 m eingehalten werden.

Dieser Stamm kann 1,80 m hoch werden. Insgesamt wird er größer als 3 m. Er benötigt dadurch 80 qm im Garten.
Dieser Stamm wird zwischen 80 und 150 cm hoch. Hier ist eine Fläche von 50 qm zu empfehlen.
Hier sollte mit einer Fläche von 20 qm zu rechnen sein. Der Stamm wird nur 80 cm hoch.

4. Wie pflanze ich einen Obstbaum?

Zu allererst wird die Grasnarbe entfernt. Das Loch für den Baum sollte einen Durchmesser von 1 m und einer Tiefe von 60 cm betragen.
Die Obstbäume sollten noch vor dem ersten Frost im Herbst eingepflanzt werden. Somit können sich genug Wurzeln für die Wasser- und Nährstoffaufnahme im Frühling bilden. Steine sollten aus der Erde entfernt werden.

Wenn der Baum eingepflanzt wird, sollte für die Erde ein Gemisch aus Pflanzenerde und Kompost verwendet werden. Diese Nährstoffe reichen dem Baum für das erste Jahr aus.
Beschädigte Wurzeln sollten abgeschnitten werden, damit sie später nicht abfaulen. Außerdem wird dadurch das Wachstum der Wurzeln angeregt.

Ein Stützpfahl sollte bis zum Ansatz der Krone reichen und ungefähr 8 cm dick sein. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Wurzeln nicht durch den Pfahl beschädigt werden. Der Pfahl kann mit einem Kokostrick an den Baum verbunden werden.

Der gepflanzte Baum kann dann mit einer Drahthose vor Wild geschützt werden.

Das Unkraut um den Baum sollte entfernt werden, damit keine Konkurrenz, um das Wasser herrscht. Außerdem wird die Baumscheibe so kräftiger und dicker.

Tipp Kuh

Wichtig: Ähnlich wie bei Heckenpflanzen, müssen Grenzabstände berücksichtigt werden. Diese unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde.Mioone Tipp Kuh

5. Obstbaum Pflege

Nach dem Obstgarten anlegen, geht es an die Pflege.

Wie oft muss man einen Obstbaum gießen?

Eingerollte Blätter sind ein Zeichen für zu wenig Wasser. Im Sommer kann man davon ausgehen, die Obstbäume mindestens 1-2 Mal die Woche ordentlich zu gießen. Man sollte 30 Liter pro qm unterhalb des Baumes an der Baumscheibe gießen.

Düngen von Obstbäumen

Obstgarten Kirschen Baum

Ein Obstbaum muss nicht so oft gedüngt werden.

Es reicht, wenn die Obstbäume alle zwei Jahre gedüngt werden. Die beste Zeit dafür ist im Frühjahr. Am besten eignet sich ein Kompost-Hornspäne/ Hornmehl-Gemisch, da diese viel Stickstoff enthalten. Jedoch ist darauf zu achten, dass die Obstbäume nicht zu viel Stickstoff bekommen. Zu viel Stickstoff kann zu folgenden negativen Konsequenzen führen:

        • Triebwachstum beschleunigt sich, aber Frucht- und Blütenbildung kommen nicht hinterher
        • Bäume sind anfälliger für Schädlingen und Pilze
        • frostempfindlicher beim nächsten Winter

Aus diesem Grund sollte auf die richtige Dosierung des Düngers geachtet werden. Beim Kernobst reichen zwischen 70 und 100 g zusätzlicher Stickstoffdünger und beim Steinobst ungefähr 100 bis 140 g.

Um fehlende Nährstoffe im Boden festzustellen, ist es zu empfehlen alle vier Jahre eine Bodenanalyse durchzuführen.

Baumschnitt

Obstbaumschnitt Anleitung

Zwischen November und Februar ist die beste Zeit für einen Obstbaumschnitt. ©iStock.com/schulzie

Der Baum sollte einen regelmäßigen Obstbaumschnitt erhalten, dadurch wird der Ertrag größer. Außerdem sieht er optisch ansprechender für die Gartengestaltung aus. Die Krone wird robuster und kann besser auf Schädlinge reagieren. Am besten eignet sich hierfür der Zeitraum zwischen November und Februar. Vor allem Apfel-, Birnen- und Sauerkirschenbäume benötigen einen Obstbaumschnitt. Pflaume und Süßkirsche brauchen keinen Schnitt. Man geht wie folgt vor:

        1. abgestorbene Äste abschneiden
        2. Äste absägen, die in die Krone hineinragen
        3. Wasserschosser abschneiden (die dünnen Triebe, die nach oben wachsen)

Beim Schneiden ist es wichtig darauf zu achten die Äste wirklich an der Basis zu schneiden, an dem sogenannten Astring.

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