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Giftige Pflanzen: Hier müssen Sie aufpassen

1. Giftige Pflanzen

Hier müssen Sie aufpassen

 

Giftige Pflanzen Eisenhut Staude

Giftige Pflanzen wie der Eisenhut können Sie sogar in Ihrem Garten finden ©iStock.com/Utopia_88

Giftige Pflanzen sind ein allgegenwärtiger Begleiter in unserer tagtäglichen Umgebung. Oft sind wir uns dessen nicht einmal bewusst: So kann die atemberaubende Zierpflanze auf dem Fensterbrett manchmal hochgiftig sein. Verlockend aussehende Früchte eines unbekannten Strauches sollten daher vielleicht doch lieber verschmäht und bestimmte Pflanzen am besten gar nicht erst berührt werden. Dabei kann die Wirkung von Giftpflanzen auf Mensch und Tier sehr unterschiedlich sein.
Trotz aller Vorsicht gilt: Auch Giftpflanzen können durchaus ihren Nutzen haben. Manchmal als Heilpflanze, manchmal sogar als Nahrungsmittel und manchmal eben einfach als schöner Blickfang im Wohnzimmer.

 

2. Die giftigsten Pflanzen in Deutschland

Beim Spazieren gehen neben Wiesen, Wald, Feld und Flur findet man oft allerhand Pflanzen, die einem wunderschön erscheinen, man pflücken und mitnehmen möchte. Davor sollte man jedoch Vorsicht bewahren, da viele davon hochgiftige Pflanzen sind.

 

Vorkommen

Giftige Pflanzen können sich in Ihrer unmittelbaren Umgebung befinden. So ahnen oft viele nicht, dass giftige Pflanzen nicht nur in Wäldern und Wiesen, sondern auch im eigenen Garten und sogar in der eigenen Wohnung zu finden sind. Vor folgenden Pflanzen sollten Sie sich unbedingt in Acht nehmen:

 

Vorsicht bewahren: Äußerst giftige Pflanzen in Ihrer Umgebung



  • Zimmerpflanzen
    Zu den stark giftigen Zimmerpflanzen gehören:

    • Alpenveilchen
    • Becherprimel
    • Prachtlilie
    • Ritterstern (Amaryllis)
    • Wüstenrose

     

    Giftige Pflanzen enthalten die meisten Schadstoffe in den Pflanzenzwiebeln, so zum Beispiel Alpenveilchen und Ritterstern. Beim Becherprimel sind die Pflanzenhaare besonders giftig. Extrem gefährlich ist die Prachtlilie: Die gesamte Pflanze ist tödlich giftig. Auf die prächtigen Lilien sollte man bei Anwesenheit von Kindern und Tieren im Haushalt ganz verzichten.

  • Gartenpflanzen 

    Die giftigste Pflanze Deutschlands ist der Eisenhut. Alle Pflanzenteile des Eisenhutes sind tödlich giftig. Daher sollte vor allem auf Kinder geachtet werden, denn schon das Pflücken der Pflanzenteile kann zu Vergiftungen führen. Der Eisenhut wächst auf feuchten nährstoffreichen Böden und wird auch als Gartenpflanze angepflanzt. Man erkennt ihn an den vielen kleinen dunkelblauen Blüten, die eine hohe Staude bilden.

     

    Weitere sehr stark giftige Pflanzen in Deutschland sind die Engelstrompete und der Stechapfel, zu erkennen an ihren trompetenförmigen meist weißen Blüten. Diese bis zu 2 Meter hohen Bäume, können allein durch ihren Duft leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Nichtsdestotrotz sind sie häufig in Gärten und Parks anzutreffen.


    Ebenfalls in Parkanlagen findet man den Rizinus, eine 1 Meter hohe Pflanze mit roten Blütenständen und handförmigen Blättern. Die giftigen Samen können schon in geringen Mengen tödlich wirken. Leider kann man auch auf öffentlichen Spielplätzen immer wieder giftige Pflanzen entdecken. Man sollte deswegen seine Kinder frühzeitig zur Vorsicht vor unbekannten Pflanzen erziehen.


    Weitere verbreitete und giftige Pflanzen in Gärten sind:

    • Ginster
    • Eibe
    • Goldregen
    • Herbstzeitlose
    • Lebensbaum
    • Oleander
    • Pfaffenhütchen
    • Feuerbohne
    • Rhododendron
  • Wiesen und Brachland Pflanzen 

    Durch seine Verwechslungsgefahr mit anderen Doldengewächsen, wie Anis und Kümmel, ist der Gefleckte Schierling eine besonders gefährliche Pflanze auf Wiesen und Brachlandflächen. Eine sichere Unterscheidung kann ausschließlich der Fachmann durchführen. Dasselbe gilt für den Wasserschierling, der wie der Name schon sagt in Gewässern zu finden ist.


    Weitere giftige Wiesenpflanzen sind:

    • Adonisröschen
    • Schlafmohn
    • Herbstzeitlose
  • Waldpflanzen 

    Eine bekannte giftige Pflanze im Wald ist die Tollkirsche, deren Früchte im Unterschied zur essbaren Kirsche mehrere kleine Samen enthalten und keinen Stiel bilden. Die Tollkirsche findet sich vor allem auf Waldlichtungen.


    Weitere verbreitete giftige Pflanzen im Wald sind:

    • Fingerhut
    • Maiglöckchen

 

3. Spezielle giftige Pflanzen

Bei vielen der in Deutschland verbreiteten giftigen Pflanzen hilft die einfache Faustregel: Keine unbekannten Pflanzenteile berühren oder zu sich zu nehmen. Es gibt allerdings mittlerweile auch in Deutschland Pflanzen die ihr Gift nicht nur über die Haut sondern sogar auch über die Luft verteilen können. Dazu gehören Pflanzen die stark hautreizend sind und Pflanzen die große Mengen an Allergenen verbreiten.



Allergenverbreitende Pflanzen

Es gibt Pflanzen die große Mengen an hoch Allergenen Pollen verbreiten. Ein Paradebeispiel dafür ist Ambrosie. Eine aus Nordamerika eingeschleppte Pflanze, die sich in Deutschland immer mehr verbreitet. Die Allergene in Ambrosie sind so stark, dass auch viele sonst allergiefreie Menschen enorm auf diese Pflanze reagieren. Äußerlich ähnelt Ambrosie dem Beifuß und ist vor allem auf kargen Böden zu finden.

Hautreizende Pflanzen

Eingeschleppte giftige Pflanzen können sich teilweise rasant verbreiten. Ein extremes Beispiel dafür ist der Riesen-Bärenklau (auch Herkulesstaude genannt), der derzeit sehr stark bekämpft wird. Das Problem mit dem Riesen-Bärenklau, der aussieht wie eine 4 Meter große Variante vom Wiesen-Bärenklau, ist der Pflanzensaft. Der Saft des Riesen-Bärenklau wirkt extrem entzündlich auf die Haut und ist vergleichbar mit einer Verbrennung dritten Grades.

 

4. Schön und gefährlich

gitige Pflanzen Alpenveilchen rosa

Trotz ihrer Schönheit sind Alpenveilchen äußerst giftige Pflanzen ©iStock.com/tomonikon

Giftige Pflanzen sind unglaublich vielfältig, treten an den unterschiedlichsten Standorten auf und haben ganz unterschiedliche Wirkungen. Besonders Kinder sollten, vor den oft sehr schönen bunten Pflanzen gewarnt werden. Mit ein wenig Wissen und überlegten Handeln kann die Gefahr durch giftige Pflanzen weitgehend eingeschränkt werden und es bleibt Zeit zum Staunen. Denn an vielen giftigen Pflanzen kann man sich trotz ihrer Giftigkeit erfreuen. Einige giftige Pflanzen sollte man allerdings schon zum Selbstschutz entfernen. Dazu gehören aufgrund seiner rasanten Ausbreitung der Riesen-Bärenklau und aufgrund seiner großen Reichweite Ambrosie. Eine gute Entfernung erfordert überlegtes Vorgehen. Oft muss die gesamte Pflanze ausgegraben und verbrannt werden, um eine weitere Ausbreitung sicher zu verhindern.

 

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