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Garten im Frühling Utensilien

Garten im Frühling

1. Garten im Frühling

Vorbereitung, Beete anlegen und Pflege

 

Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen die Erde langsam aus dem Winterschlaf wecken, strecken meist die ersten Frühlingsblumen ihre zarten Knospen bereits gen Sonnenlicht. Der Frühling im Garten beginnt. Dann heißt es auch schon fleißig die Ärmel hochkrempeln, denn im Garten warten nun schon wichtige Aufgaben. Damit alles gut gedeihen und wachsen kann, gilt es tatkräftig anzupacken!

2. Die Vorbereitung

Garten Frühling Tipps

Garten im Frühling: Die Vorbereitung ist wichtig ©iStock.com/AlexRaths

Zunächst einmal ist es wichtig, Beete und Flächen von welken Blättern zu befreien. An Sträuchern und Bäumen können abgestorbene Zweige und Äste mit einer Schere entfernt werden. In den Beeten selber sollten alle welken Pflanzenteile und abgestorbenen Überreste sorgsam beseitigt werden. Damit haben die gesunden Pflanzen später im Frühling mehr Freiraum und können sich besser entfalten. Eine gründliche Reinigung des Rasens ist ebenfalls sehr wichtig. Idealerweise wird dieser zunächst mit einem Rechen gereinigt.

Nachdem das Gröbste erledigt ist, geht es nun an die Feinarbeiten und ins Detail.

Buchsbaum Tipp Kuh

Als Faustregel gilt, dass der erste große Einsatz im Garten stattfinden sollte, wenn keine langen Frostperioden mehr zu erwarten sind und es selbstverständlich keinen Schneefall mehr geben soll.Mioone Tipp Kuh

3. Der Rasen und was im Frühjahr notwendig ist

Durch das Rechen wurden bereits Großteile von Moos, abgestorbenen Halmen und fauligen Blättern entfernt. Endlich kann der Rasen wieder ein wenig atmen und eine gute Ausgangssituation für den Garten im Frühling ist gegeben. Das Mähen ist jetzt nur erforderlich, wenn der Rasen vom vergangenen Herbst noch recht hoch ist und keine feste Schneedecke die Fläche lange bedeckt hat.

Kurz und knapp zum Rasen:

  • mit dem Rechen säubern und lockern
  • vertikutieren
  • düngen
  • nachsähen nach Bedarf
Rasen vertikutieren
Rasen düngen

 

4. Das Gartenbeet

Wenn erstmalig etwas angebaut werden soll, ist es hilfreich ein paar Proben für eine Bodenanalyse in ein Labor zu schicken. Auf diesem Weg wird festgestellt, welche Behandlung der Boden benötigt. So braucht beispielsweise ein lehmiger Boden Sand. In der Zwischenzeit kann der Boden getrost umgegraben und damit aufgelockert werden.

Garten Frühling Boden Qualität

Bevor man Gemüse anpflanzt, sollte man den Boden testen. ©iStock.com/ozgurcoskun

Alternativ kann man eine Handvoll Erde aus ungefähr 15 cm Tiefe nehmen und diesen zerdrücken und fühlen, um was für einen Boden es sich handelt. Wenn man den Sand einfach zu einer Kugel formen kann, handelt es sich um einen Lehmboden. Wenn die Kugel zerbröselt, ist es ein sehr sandiger Boden. Wenn man ein Gemüsebeet plant und dieses anbauen möchte, eignet sich vor allem ein sandiger Lehmboden.

Tonboden erkennt man, wenn man eine Wurst daraus rollen und diese Rolle biegen kann. Den ph-Wert des Bodens kann man mit einem Tester aus dem Gartencenter messen. Je höher die Zahl, desto säureärmer und kalkhaltiger ist der Boden. Für Gemüse ist ein naher Wert an 7,0 ideal.

Bestehende Beete hingegen müssen lediglich gelockert werden. Das komplette Umgraben ist nur denkbar, wenn etwas völlig neues angebaut werden soll.

Boden mit kalk anreichern

Jetzt ist der Boden bereit, um mit Kalk angereichert zu werden. Hier ist Augenmaß gefragt. Weniger ist oftmals mehr. Denn zu viel Kalk laugt den Boden aus. Eine wohldosierte Menge hingegen setzt zahlreiche Prozesse der im Boden lebenden Mikroorganismen in Gang. Diese tragen dazu bei, dass die wertvollen Nährstoffe von den Pflanzen besser aufgenommen werden.

Düngen im Frühling

Nach dem Kalken wird gedüngt! Allerdings ist auch hier eine wohldosierte Menge wichtig, um letztendlich eine reiche Ernte einfahren zu können. Das Düngen sollte idealerweise eine Woche vor der Aussaat von Gemüse oder Pflanzen erfolgen. Dann ist ausreichend Zeit, dass sich der Boden mit dem Dünger verbindet und die Nährstoffe verteilt sind.

Zum Düngen verwenden erfahrene Gärtner in der Regel Hornspäne. Diese haben sich bereits seit vielen Jahren bewährt. Für ein gleichmäßiges Verteilen eignet sich am besten der Schleuderstreuer. Für ein gesundes Wachstum ist natürlich die Erde das A und O.

Wer in seinem Garten einen Kompost betreibt, hat die tolle Möglichkeit, auf biologisch gewonnene Erde zurückgreifen zu können. Bevor diese jedoch in die Beete eingearbeitet wird, muss diese durchsiebt werden. So verhindert man, dass größere Pflanzenreste in der Erde verbleiben.

Buchsbaum Tipp Kuh

Ab Februar ist im Übrigen auch der ideale Zeitpunkt, um den Kompost zu versetzen. Dann erledigen sich zwei Arbeitsschritte in einem. Nach dem Umsetzen ist es viel einfacher die neu gewonnene Erde zu sieben. Mioone Tipp Kuh

Kurz und knapp zu den Beeten:

  • bei erstmaligem Anbau Bodenproben einschicken
  • weiter genutzte Beete belüften, aber nicht umgraben
  • neue Beete hingegen einmal kräftig umgraben
  • kalken
  • düngen
  • mit frischer Komposterde anreichern

5. Das Säen und Pflanzen

Garten Frühling Gemüse

Im Frühling kann man schon einige Gemüsesorten einpflanzen.©iStock.com/YuriyS

Der Garten im März ist nun bereit, um die ersten Pflanzen zu säen. Mit einem Frühbeet könnte man sogar noch eher anfangen! Zahlreiche Gemüsearten können nun schon gepflanzt werden.

So können bereits Erbsen, Möhren, Zwiebeln und Radieschen getrost im Freiland gesät werden. Andere Gemüsearten lieben es noch etwas wärmer. Diese müssen zunächst in Töpfen gezogen werden, um sie später ins Freiland bringen zu können.

Hierzu gehören unter anderem:

  • Tomaten
  • Paprika
  • Sellerie
  • Aubergine

Für das Gartenbeet im Frühling eignet sich ein Vlies, welches Schutz vor Kälte gibt und zusätzlich Blattläuse oder Möhrenfliegen fernhält. Sind die frostigen Nächte vorüber und haben die Jungpflanzen eine gewisse Größe erreicht, wird es auch schon Zeit für den Umzug ins Freiland.

Gemüsebeet gießen

Das Gemüsebeet muss natürlich auch regelmäßig gegossen werden. Rote Bete, Kohl und Zwiebeln brauchen nur sehr wenig Wasser. Gemüse, wie Zucchini, Paprika oder Kürbis sollte man erst gießen, wenn diese bereits am Wachsen sind. Ein Gießen davor, kann dazu führen, dass nur das Blattwachstum angeregt wird. Spinat und Salat benötigen einen sehr feuchten Boden. Empfohlen wird das Gießen von einmal in der Woche.

6. Bäume und Gehölze

Garten Frühling Obstbaum

Obstbäume sollten einen Kalkanstrich bekommen.©iStock.com/oersin

Nicht nur Rasen und Beete brauchen im Frühjahr viel Aufmerksamkeit, sondern natürlich auch die Bäume, Gehölze, Heckenpflanzen und Buchsbäume. Da die Nächte meist noch frostig werden und die Tage jedoch schon viel wärmer sind, tritt bei einigen Bäumen sogenannter Frostriss auf.

Da die Bäume nun wieder voll im Saft stehen, gefriert in den Nächten das Wasser und die Zellen im Stamm platzen auf. Um Bäume besser zu schützen, wird ein sogenannter Kalkanstrich empfohlen. Dieser wird am Tage angebracht, damit er bis zur Nacht durchhärten kann. Damit ist der Baum optimal geschützt. Gerade Obstbäume sollten damit behandelt werden, denn die feinen Risse in der Rinde sind ein idealer Nistplatz für Schädlinge.

Obstbäume schneiden

Natürlich ist nun im Frühling auch der Zeitpunkt für die ersten Schnitte. Obstbäume als auch sommerblühende Gehölze müssen nun ordentlich verschnitten werden. Das sorgt dafür, dass frische und junge Triebe kraftvoll nachwachsen können.

Wie und wann ein Obstbaum verschnitten werden muss, erfährt der Gärtner beim Profi. Denn jede Obstsorte und jedes Gehölz hat seine Eigenheiten. Wer sich nicht sicher ist, sollte daher vor dem Schneiden einen Fachmann befragen.

Kurz und knapp zu den Bäumen:

  • Frostrisse mit Kalkanstrich behandeln
  • Obstbäume und Sommerblüher verschneiden

7. Tipps für schattige Gärten

Garten Frühling Hortensien blau

Hortensien eignen sich für einen schattigen Garten ©iStock.com/Roxana_ro

Die Sonne kommt nicht unbedingt in jede Winkel des eigenen Gartens. Das muss natürlich nicht heißen, dass hier keine Gewächse gedeihen. Im Gegenteil: Selbstverständlich gibt es eine ansprechende Auswahl an Pflanzen, die sich besonders in schattigen Gärten im Frühling wohlfühlen.

Darunter zählen unter anderem:

    • Farne und Funkien gedeihen sehr gut im Schatten.
    • Für farbige Akzente hingegen sorgen Anemonen und Hortensie, die sich ebenfalls im Schatten recht wohl fühlen.
    • Es gibt unter den Obstsorten auch Vertreter, die es nicht unbedingt ständig sonnig haben müssen. So bringt der Johannisbeerstrauch auch im Schatten gute Erträge und die Sauerkirsche fühlt sich im Gegensatz zur Süßkirsche auch im Halbschatten sehr wohl.

Hier gibt es noch mehr Tipps und Pflanzenempfehlungen für schattige Gärten.

8. Helfer im Garten: Insekten

Für ein gesundes Wachstum und eine reiche Ernte sorgen im Übrigen viele nützliche Insekten. Das Aufstellen eines Insektenhotels macht somit bereits Sinn. Die natürlichen Helferlein sind nicht nur beim Bestäuben wichtig, sondern sie sind bei der Bekämpfung von Schädlingen unersetzlich.

Um den Insekten nicht zu schaden, sollten Schädlinge, wie Läuse und Schnecken möglichst auf biologische Art bekämpft werden, um den Lebensraum anderer nicht zu schädigen und auch das Wachstum der jungen Pflanzen nicht zu stören.

„Wer im Frühjahr sich müht, wird im Sommer belohnt!“ Eine kleine Gärtnerweisheit, die sich bereits viele Jahrzehnte bewährt hat. In diesem Sinne: Frohes Schaffen!

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