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Ein schattiger Garten – Tipps zur Bepflanzung

1. Ein schattiger Garten

Tipps zur Bepflanzung

In fast jedem Garten gibt es schattige Plätze. Diese können, nicht wie man vielleicht zu allererst meinen mag, einwandfrei bepflanzt werden. Letztendlich wird durch einen Garten, der schattig oder halbschattig ist, die Vielfalt der Pflanzensorten erhöht. Um diese Plätze nutzen zu können, muss man einige Vorbereitungen vornehmen, wie die Schattenart bestimmen und den Boden vorbereiten.

2. Die Einzigartigkeit der Schattenpflanzen im Garten

Pflanzen für Schatten Garten

Auch für einen schattigen Garten gibt es eine große Pflanzenauswahl.
©iStock.com/Meinzahn

Pflanzen für den Schatten zeichnen sich besonders durch die größeren Blätter aus, da sie damit am besten das wenige Licht einfangen können. Außerdem haben die Blätter einen anderen Winkel, wodurch sie leichter Licht aufnehmen können. Die Blätter haben meist schöne weiße oder gelbe Musterungen. Es gibt aber auch Pflanzen, die weiße oder violette Blüten haben.

Vor- und Nachteile eines schattigen Gartens

  • Frühjahrsblüher bevorzugen schattige Orte, da dort kühle Bedingungen herrschen.
  • Einige Pflanzen brauchen den Schutz vor der Sonne, um keine Hitzeschäden zu bekommen.
  • Schattenpflanzen brauchen weniger Wasser.
  • Lockt Schnecken an aufgrund des feuchten Bodens. Es gibt jedoch Pflanzen im Schatten, die gegen Schnecken resistent sind. Dazu zählen z. B. der Eisenhut, Waldmeister und die meisten Astilben.

3. Die verschiedenen Schattenarten

Im schattigen Garten gibt es unterschiedliche Schattenarten, unter denen man zu unterscheiden hat, um die richtigen Pflanzen einzupflanzen. So gibt es z. B. schattige Plätze, wo manchmal noch ein paar Sonnenstrahlen hingelangen. Dieser Schatten verändert sich, wenn die Sonne wandert. Bei der Gartengestaltung sollte man die Lichtverhältnisse miteinbeziehen, damit man für jeden Standort die richtige Pflanzenauswahl trifft.

Bei dieser Schattenart kommt der Schatten von kleinen Gebäuden, Zäunen oder niedrigen Wänden. Dieser Schatten ist also dauerhaft vorhanden.
Hierbei wird im Sommer ein Schatten von einem Baum im Garten geworfen. Der Schatten ist also sehr unterschiedlich – mal intensiver mal weniger intensiv.
Bei dieser Schattenart kommt der Schatten von kleinen Gebäuden, Zäunen oder niedrigen Wänden. Dieser Schatten ist also dauerhaft vorhanden.
An diesen Stellen kommt der Schatten nur manchmal, wie z B., wenn Wolken am Himmel zu sehen sind. Die Pflanzen bekommen noch relativ viel Sonne ab.
Hier werfen hohe Gebäude oder sehr dichte Bäume einen dunklen Schatten über die Pflanzen. Hierfür sollte man Pflanzen wählen, die man auch im Wald findet. Diese Pflanzen werden auch Schatten-liebende Pflanzen genannt.

Besonders gerne gefallen Pflanzen für Schatten die Standorte, wo Lichter- und Streuschatten vorherrscht.

Boden beim Schatten

Durch den Schatten und die veränderten Lichtbedingungen, sind auch die Nährstoffe im Boden in unterschiedlicher Konzentration vorhanden.

Trockener Schatten:

Bei einem trockenen Schatten kommt zusätzlich zu wenig Licht auch nur wenig Regenwasser zu den Pflanzen hin. Sehr wenige Pflanzen kommen mit diesen Bedingungen klar. Aus diesem Grund sollte man hier den Boden mit organischem Material oder Mulch düngen.

Feuchter Schatten:

Bei einem feuchten Schatten muss man den Boden mit Mulch und organischem Material düngen. Für diesen Ort eignen sich vor allem Bodendecker, wie Efeu oder Taubnesseln.

4. Schattengarten: Pflanzenauswahl

Vorbereitung für einen schattigen Garten

Bevor man ein Schattenbeet anlegt, muss man kleine Vorkehrungen treffen, die wie folgt lauten:

  1. Boden von Unkraut befreien
  2. umgraben
  3. Humus untermischen (8-10 cm. tief)

Pflanzen für den Schatten blühen vor allem im Frühjahr. Man unterscheidet zwischen echten Schattenpflanzen und Pflanzen, die auch im Schattenbeet überleben können. Die letztgenannten Pflanzen blühen sehr langsam. Für diese Pflanzen ist ein kaliumhaltiger Dünger empfehlenswert.

Tipp Kuh

Wände mit einer reflektierenden Wandfarbe bestreichen, damit die Pflanzen etwas Sonnen strahlen abbekommen. Außerdem können Bäume oder Sträucher ausgelichtet werden.Mioone Tipp Kuh

Pflanzenauswahl Schattengarten

Bunte Pflanzen in einem Schattenbeet.
©iStock.com/Lagui

In einem schattigen Garten finden Zwiebelpflanzen, Zahnlilien oder Narzissen ihren Platz. Damit auch im Herbst Schattenpflanzen zu bewundern sind, sollte man bei der Pflanzenauswahl auch daran denken. Für einen trockenen Schatten eignen sich hier der Herbstjuwel oder die Blütenglut. Außerdem sind farbige Gräser ein guter Blickfang.

Für den Winter sorgt der Perfarn und Stauden für einen Farbtupfer im weißen Garten. Dadurch wirkt der Schattengarten auch gleich viel exotischer. Farne bevorzugen einen feuchten und kühlen Standort. Dazu passend sind Gräser, Bodendecker und Funkien. Bei einem schattigen exotischen Garten darf natürlich auch der Bambus nicht fehlen, der sich besonders an schattigen oder halbschattigen Standorten wohlfühlt. Bambus eignet sich auch gut als schnellwachsender Sichtschutz vor neugierigen Nachbarn.

Als Bodendecker ist besonders die Elfenblume mit ihren rot-violetten Blättern zu empfehlen. Die Elfenblume ist eine Waldpflanze, sodass sie sich sehr wohl in einem schattigen Platz fühlt.

Es gibt auch Kletterpflanzen, die den Schatten gegenüber der Sonne bevorzugen. Dazu zählt unter anderem die Kletter-Hortensie. Für Terrassen eignen sich Kübelpflanzen, wie der Bluebird, Little Health oder die Japanische Aukube „Crontonifolia“.

Hier eine kleine Pflanzenauswahl für verschiedene Schattenarten:

Halbschatten und Streuschatten
Vollschatten:

Schneiden:

Bodendecker können mit einem Motortrimmer gekürzt werden. Außerdem müssen wilde Triebe entfernt werden.

Düngen

Die Menge je nach Herstellerangaben. Allgemein gilt dass der Dünger ungefähr 10 cm unter der Erde sein sollte und nicht in Berührung mit den Pflanzenteilen kommen sollte.

5. Pflege für Schattenpflanzen

Baumschatten lichtdurchlässig

Durch manche Bäume kommt nur ganz wenig Licht hindurch.
©iStock.com/dhYang

Für die Pflege der Pflanzen im Schattenbeet sollte regelmäßig das Unkraut entfernt werden. Es muss nur wenig gedüngt werden und auch nur im Frühjahr. Dadurch wird die Pflanze gut gedeihen und ihre Blütenpracht entfalten können. Abgestorbene Blüten sollten entfernt werde, damit sich wieder neue bilden können.

Eine Möglichkeit Unkrautwuchs zu vermeiden, ist die Benutzung von Vlies, worauf man die Schattenpflanzen pflanzt. Außerdem wird somit die Temperatur des Bodens besser reguliert. Im Herbst muss Laub auf den Pflanzen entfernt werden, damit diese nicht faulen. Für den schattigen und feuchten Garten lohnt es sich ein Gartenweg anzulegen, damit man besser an die Pflanzen herankommt und dort eventuell Blätter entfernen kann.

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