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Der Baum – für Garten und Haus ein Gewinn

1. Der Baum

für Garten und Haus ein Gewinn

 

Bäume sind Schattenspender und grüne Klimaanlagen, opulenter Schmuck und Blickfang in jedem Garten. In den vergangenen Jahrhunderten bildeten Wohnhaus und Baum eine untrennbare Einheit – und bis heute hat sich wenig daran geändert. Noch immer ist ein Hausbaum gute Tradition in vielen Teilen Deutschlands. Gepflanzt aufgrund seiner symbolischen Bedeutung schmückt er Eingangstor, Vorgarten oder hinteren Gartenbereich. Und erfreut große und kleine Menschen ebenso wie zahlreiche Tiere, denen er einen Lebensraum und Nahrung bietet. Aber welcher Baum eignet sich für welchen Garten? Und was ist bei Auswahl und Pflege zu beachten?

2. Baumauswahl: Auf die Größe kommt es an – und die richtige Form

Auf der Suche nach dem perfekten Baum für den heimischen Garten haben Hobbygärtner die Qual der Wahl. Eine gute erste Orientierung für die Auswahl bietet die Einteilung nach Größe und Form – schließlich soll der Baum Haus und Garten schmücken und nicht in einigen Jahren seine gesamte Umgebung dominieren. Haus und Garten sind in diesem Zusammenhang ein gutes Stichwort: Ihre Größe gibt den Rahmen bei der Baumauswahl vor. Dabei gilt: Ausgewachsen sollte die Baumhöhe maximal zwei Dritteln der Grundstücksbreite entsprechen.

Leider besitzen die Wenigsten ein großes Grundstück, das Platz für einen mächtigen, symbolträchtigen Baum wie eine Linde oder Eiche bietet. Ganz im Gegenteil sind heutige Grundstücke oftmals sogar relativ klein und schmal geschnitten, was die Baumauswahl erheblich einschränkt – in den meisten Fällen kommen lediglich Zier- und Kleinbäume in Betracht, die eine Höhe von maximal 10 Metern (eher weniger) erreichen. Zu den beliebtesten Bäumen zählen daher u.a.:

Trompetenbaum  weiß

Ein Trompetenbaum

Kleine Bäume:

  • Essigbaum (Höhe ca. 2-4 m, Breite ca. 1,5-3,5 m)
  • Harlekinweide (Höhe ca. 1,5-3m, Breite ca. 0,75-1,5 m)
  • Kugel-Trompetenbaum (Höhe ca. 3,5-5 m, Breite ca. 2-3,5 m)
  • Lauben-Ulme (Höhe ca. 2-6 m, Breite ca. 2-6 m)
  • Säulen-Berberitze (Höhe ca. 1-1,5 m, Breite ca. 0,6-1,3 m)

 

Japanische Zierkirsche rosa

Die Japanische Zierkirsche

Mittelgroße Bäume:

  • Apfeldorn (Höhe ca. 5-7 m, Breite ca. 4-6 m)
  • Japanische Zierkirsche (Höhe ca. 4-5 m, Breite ca. 2,5-4m)
  • Kornelkirsche (Höhe ca. 4-7 m, Breite ca. 3-5 m)
  • Rotdorn (Höhe ca. 5-7 m, Breite ca. 3-4 m)
  • Säulen-Eberesche (Höhe ca. 5-7 m, Breite ca. 1,5-2,5 m)
  • Tulpenmagnolie (Höhe ca. 3-6 m, Breite ca. 3-5 m)
  • Weidenblättrige Birne (Höhe ca. 4-8 m, Breite ca. 4-6 m)
  • Zierapfel (Höhe ca. 4-6 m, Breite ca. 3-4 m)

 

Große Bäume:

Vogelkirsche groß

Die Vogelkirsche

  • Vogelkirsche (Höhe ca. 7-10 m, Breite ca. 4-6 m)
  • Kupfer-Felsenbirne (Höhe ca. 5-8 m, Breite ca. 3-5 m)
  • Blutpflaume (Höhe ca. 5-8 m, Breite ca. 3-5 m)
  • Säulen-Hainbuche (Höhe ca. 5-8 m, Breite ca. 1-2 m)
  • Blauregen (Höhe ca. 6-8 m, Breite ca. 4-6 m)
  • Kleiner Feldahorn (Höhe ca. 5-8 m, Breite ca. 3-6 m)
  • Kugel-Feldahorn (Höhe ca. 4-8 m, Breite ca. 2.5-4 m)
  • Zimtahorn (Höhe ca. 4-8 m, Breite ca. 3-4 m)

3. Einen Baum für einen kleinen Garten

Zu den bevorzugten Bäumen in kleineren Gärten zählen aber nicht nur relativ kleine sondern als langsam wachsende Arten, die ihre endgültige Größe erst nach rund 10 Jahren erreicht haben. Alternativ kann man auch zu einem immergrünen Strauch, die den Buchsbaum, greifen. Dieser wird maximal 5 Meter hoch.

Neben der Größe spielt auch ihre Wuchsform eine große Rolle bei der Auswahl. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Kugelbäumen mit kompakter, weitgehend runder Krone, eher langer und schmaler Säulenform, ausladender Schirmform und hängenden sowie malerischen Arten, die aufgrund ihrer Wuchsform einen ganz besonderen Blickfang bilden. Unterstrichen werden kann die natürliche Wuchsform durch einen entsprechenden Schnitt zur Baumpflege.

Es gilt: Je kompakter und stämmiger ein Baum, desto wichtiger sind seine Größe und Breite, damit er Haus und Garten nicht allzu stark dominiert.

Tipp Kuh

Übrigens: Auch relativ hohe und breite Bäume können einen kleinen Garten schmücken – dann nämlich, wenn sie wie der Fächer-Ahorn oder die Felsenbirne relativ filigran wirken.Mioone Tipp Kuh

4. Gartengestaltung: Den richtigen Standort finden

Standort Baum mehrere

Die Standortwahl sollte gut geplant sein.

Natürlich lädt ein Baum mit üppiger Blüte und schöner Laubfärbung dazu ein, ihn mitten in den Garten zu pflanzen, wo er von allen Seiten gut sichtbar ist. Diese Art der Gartengestaltung ist allerdings wenig raffiniert – deutlich spannender und ästhetisch ansprechender sind Standorte, die markante Punkte des Gartens wie z.B. eine Wegkrümmung oder einem Teich oder markante Linien wie eine Pergola oder Gartenmauer betonen. So ist die Japanische Zierkirsche ein pflegeleichter Baum für Garten und Vorgarten, der mit seiner Blütenpracht im Frühjahr und mit seiner Blattfärbung im Herbst wirkungsvolle Akzente setzt und den Blick lenkt.

Dieser Baum passt besonders gut in einen asiatischen Garten hinein. Der Flieder ist ein wunderbarer Baum für Garten und Terrasse, der nicht nur Schatten spendet sondern auch mit seinem einzigartigen Duft verzaubert.

Die Wurzeln

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Beschaffenheit der Baumwurzel: Flachwurzler wie Sandbirke, Magnolie oder Fichte zum Beispiel entziehen dem Boden viel Wasser, breiten sich auf einer großen Fläche aus, können sorgsam verlegte Steine anheben und sogar Rohre beschädigen. Sie sollten daher nicht unbedingt neben dem Gartenhäuschen oder direkt neben der Terrasse gepflanzt werden, da ihr Wurzelwerk dort Schäden hervorrufen kann. Auch direkt an der Grenze zu Nachbars Grundstück sollten Flachwurzler nicht stehen – zumindest wenn der nachbarliche Friede bewahrt werden soll.

Der Boden

Daneben wird der ideale Standort für einen Baum von dessen Bedürfnissen und den Gegebenheiten vor Ort bestimmt. Viele Zierobstbäume wie Zierkirsche oder Zierapfel, aber auch Flieder und Rotdorn mögen schwere, kalkhaltige Lehmböden besonders gern – ganz im Gegensatz zum Ahorn, der auf sauren, humosen Böden besonders gut gedeiht.

Sonnige oder schattige Plätze?

Der ideale Standort richtet sich auch nach dem Licht. So sind z.B. Holunder und Eibe gut für Schattenplätze geeignet, während Judasbaum, Magnolie und zahlreiche Obstbäume sonnige Standorte bevorzugen.

5. Einen Baum einpflanzen

Baum einpflanzen Tipps

Es ist nicht schwer einen Baum einzupflanzen.
©iStock.com/eurobanks

Im Herbst oder Frühjahr, wenn kein Frost zu befürchten ist, ist die beste Zeit zum Pflanzen von Bäumen gekommen. Der Wurzelballen bzw. Wurzelbereich darf vor dem Einsetzen nicht austrocknen. Vor allem Containerware sollte deshalb gut gewässert werden.

Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß wie Wurzel oder Ballen sein. Junge Bäumchen benötigen zusätzlich einen Stützpfahl, der am besten in die Pflanzgrube eingeschlagen wird. Die Pflanze wird im Folgenden in das Pflanzloch gestellt und sämtliche Hohlräume werden mit Erde verfüllt. Die Erde kann festgeklopft, sollte aber nicht festgestampft werden.

Direkt nach dem Pflanzen und in den nächsten Tagen muss das Bäumchen mäßig, aber häufig gegossen werden. Ein kleiner Gießrand rund um das Stämmchen verhindert das Abfließen des Wassers.

Mehrere Bäume pflanzen

Sollen mehrere Bäume nebeneinander gepflanzt werden, muss ein ausreichend großer Abstand eingehalten werden, damit sich die Pflanzen nicht gegenseitig im Wuchs behindern.

Darüber hinaus hat die Wuchsform Einfluss auf die Unterpflanzung: Bäume mit hängenden Zweigen nehmen z.B. anderen Pflanzen viel Licht und eignen sich damit nur bedingt für Unterpflanzungen, sie stehen am besten allein. In jedem Fall zu beachten sind die Grenzabstände zum Nachbargrundstück, die gesetzlich geregelt sind. Für Bäume, deren Höhe mindestens 2 Meter beträgt, gilt ein Mindestabstand zum Nachbargrundstück von 2 Metern.

6. Baumpflege: Das ist zu beachten

apfelbaum schneiden

Im Winter nicht vergessen: Obstbäume schneiden.
©iStock.com/xalanx

Grundsätzlich sind viele Baumarten übers Jahr betrachtet relativ pflegeleicht. Die Wintermonate gelten als ideale Zeit für den Schnitt von Obstbäumen. Gerade Apfelbaum, Birnbaum & Co. sollten vor dem Austreiben, möglichst an frostfreiem Tagen, um etwa ein Drittel gestutzt werden. Der jährliche großzügige Schnitt vor der Blütezeit garantiert eine reichere Blüte und größere Erträge.

Zu den Ausnahmen beim Obstbaumschnitt zählen Pfirsichbäume, die im April oder Mai geschnitten werden sowie die Süßkirsche, deren Schnitt direkt nach der Kirschernte erfolgt.

Zu beachten ist, dass nicht alle Bäume einen Schnitt benötigen oder vertragen. Bestes Beispiel dafür ist der Ahorn, der Beschnitt nur schlecht verträgt – hier kann es sogar zum Absterben der beschnittenen Äste kommen. Hobbygärtner sollten sich also bei der Auswahl eines Baumes auch darüber informieren, ob und wie oft ein Schnitt benötigt wird und den Standort des Baumes entsprechend auswählen.

7. Düngen und Gießen

Baum im Herbst Pflege

Im Herbst muss das Laub vom Garten entfernt werden.
©iStock.com/kuelcue

In den Sommermonaten beschränkt sich die Baumpflege auf das regelmäßige Gießen und gelegentliche Düngen. Eine Schicht aus Rindenmulch rund um den Stamm verbessert die Bodenqualität und macht Unkraut das Leben schwer.

Die Gartenpflege im Herbst erfordert etwas mehr Aufwand – insbesondere dann, wenn Laubbäume den Garten verschönern. Das Laub muss regelmäßig von Rasen und Beeten entfernt werden, um Schimmel und Fäulnis vorzubeugen. Wer zusammengeharktes Laub in einer Ecke seines Gartens aufschichtet, bietet kleinen Tieren wie z.B. Igeln einen willkommenen Unterschlupf für die kalten Tage.

Weniger aufwändig gestaltet sich die Pflege immergrüner Bäume. Da sie ihre Blätter nicht abwerfen, müssen sie je nach Baumart, Höhe und Form lediglich regelmäßig geschnitten werden. Auch Nadelbäume erfreuen sich hier immer größerer Beliebtheit.

Der Winter gilt als Ruhephase, in der Bäume nur wenig gegossen werden müssen. Hier beschränkt sich die Baumpflege bei jungen und empfindlichen Bäumen auf den Schutz vor strengem Frost. Darüber hinaus bietet sich jetzt auch bei vielen Baumarten der nächste Beschnitt an.

8. Fazit: Welcher Baum ist der Richtige?

Baum für Garten Fazit

Ob Laub- oder Obstbaum, jeder Baum hat seinen eigenen Charme.
©iStock.com/knips

Bei der Baumauswahl lassen sich viele Hobbygärtner vom persönlichen Geschmack und ästhetischem Empfinden leiten. Sie wählen z.B. Bäume aus, die mit ihrer Blütenpracht im Frühjahr bezaubern (z.B. Japanische Zierkirsche), leckere Früchte versprechen (z.B. Apfelbaum, Kirschbaum, Pfirsichbaum, Pflaumenbaum) oder für ihre wunderbare Laubfärbung im Herbst bekannt sind (z.B. Ahorn, Essigbaum, Felsenbirne).

Daneben setzen auch verschiedene Stammfarben und Maserungen faszinierende Akzente im Garten, so beispielsweise beim Zimt-Ahorn, der Gold-Birke oder Mahagoni-Kirsche.

Welcher Baum der Richtige ist, hängt aber auch von Faktoren wie der Lage und Ausrichtung des Grundstücks, dem Boden, der Nähe zum Nachbarn sowie dem verfügbaren Platz ab.

Für besonders schmale Gärten eignen sich entweder schmale, hohe Säulenbäume wie die Säulen-Zierkirsche und Säulen-Weißdorn oder alternativ Gehölze und Ziersträucher in Form von Hochstämmchen wie z.B. Blauregen, Harlekin-Weide und Mandelbäumchen.

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