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Bienenhaltung im Garten – Was gibt es zu beachten?

1. Bienenhaltung im Garten –

Was gibt es zu beachten?

Die Bienenzucht erfreut sich derzeit einer zunehmenden Aufmerksamkeit. Kein Wunder, denn die Bienen sind nicht nur sehr faszinierende, sondern auch äußerst nützliche Insekten. Wer einmal mit diesem Hobby begonnen hat, kommt meist nicht mehr davon los. Besonders viele Imker sind momentan in den Städten anzutreffen. Dort ist die Imkerei zum Teil sogar einfacher als auf dem Land, wo Monokulturen oftmals den Lebensraum der kleinen Honigsammler einschränken. Aber auch die Bienenhaltung im Garten findet immer mehr Anhänger. Die nachfolgenden Tipps sollen angehenden Bienenhaltern dabei helfen, den Einstieg in die Imkerei erfolgreich zu meistern.

Bienenfreundliche Pflanzen

2. Darf jeder Bienen halten?

Der Bienenhaltung und -zucht darf sich jeder widmen, der sich dafür interessiert. Eine spezielle Ausbildung ist nicht nötig, doch ist es ratsam, sich fortzubilden und Lehrgänge bei Imkerverbänden oder Bieneninstituten zu besuchen. Auch der Beitritt in einen Imkerverein kann nicht schaden, da es dort vielfältige Unterstützung und Hilfe gibt. Imker, die dem Deutschen Imkerbund angehören, sind außerdem versichert und bekommen unterschiedlichste Förderungen.

3. Imkern trotz Bienengiftallergie?

Wer sich mit dem Gedanken trägt, Honigbienen ein neues Zuhause zu geben, sollte vorab klären, ob er selbst oder ein Familienmitglied allergisch auf Bienenstiche reagiert. Eine schnelle Antwort auf diese Frage liefert ein Allergietest beim Arzt, der bei Bedarf auch entsprechende Notfallmedikamente verschreibt. Wer sich trotz Allergie für die Bienenhaltung entscheidet, kann das Problem möglicherweise mithilfe einer sogenannten Desensibilisierung aus der Welt schaffen.

4. Was sagt das Gesetz zur Bienenhaltung im Garten?

Vom Gesetz her ist die Aufstellung von Bienenstöcken im Garten grundsätzlich erlaubt, solange die ortsübliche Menge nicht überschritten wird und die Nachbargrundstücke nicht wesentlich beeinträchtigt werden. In Kleingartenanlagen können jedoch teilweise andere Regelungen und Satzungen zum Tragen kommen. Hier empfiehlt es sich, vorab die Erlaubnis beim zuständigen Verband einzuholen.

In jedem Fall ist es ratsam, sich vor dem Erwerb eines Bienenkastens davon zu überzeugen, ob die Nachbarn ebenso bienenfreundlich sind wie der Hobbyimker selbst. Nicht jeder kann sich mit dem Gedanken anfreunden, in engster Nachbarschaft mit einem oder mehreren Bienenvölkern zu leben.

Da sich wirklich bienenfeindliche Zeitgenossen meist auch nicht mit einem Glas Honig besänftigen lassen und häufig schon beim kleinsten Vorkommnis als Kläger vors Gericht ziehen, empfiehlt es sich in einem solchen Fall, lieber auf die Bienenhaltung im Garten zu verzichten.

5. Welche Richtlinien gelten für das Aufstellen von Bienenkästen?

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Selbst gebaute Bienenkästen für Bienenhaltung im Garten istockphoto.com/Magmark76

Je 200 m² Garten sollten maximal ein bis zwei Bienenvölker angesiedelt werden, insgesamt nicht mehr als sieben bis acht Völker pro Garten. Die Bienenkisten sollten mindesten drei Meter vom Nachbargrundstück entfernt stehen und die Flugfronten so ausgerichtet sein, dass der Abflug der Honigsammler nur über das eigene Grundstück erfolgt. Hecken lenken den Bienenflug in die Höhe. Wassertränken verhindern, dass durstige Bienchen sich an den Gartenteich des Nachbarn verirren. Sanftmütige Völker eignen sich für die Bienenhaltung im Garten am besten.

6. Gartentipps für die Bienenhaltung im Garten

Bienenhaltung im Garten

Bienenhaltung im Garten mit richtigen Pflanzen
istockphoto.com/bo1982

Wer möchte, dass die Bienen sich im Garten wohlfühlen, sollte ihnen bienenfreundliche Pflanzen anbieten. Im Frühjahr ist insbesondere das Weidenkätzchen ein wichtiger Nektar- und Pollenlieferant. Neben unterschiedlichsten Wildblumen und Obstbaumblüten mögen die kleinen Flieger auch Sonnenblumen, Hornklee, Löwenzahn, Himbeer- und Brombeerblüten, Clematis und diverse Gewürzkräuter.

Im Spätsommer, wenn die Nahrungsversorgung knapper wird, kommen den fleißigen Sammlern spät blühende Pflanzen wie Reseda, Astern, Besenheide, Tagetes, Borretsch oder Efeu entgegen. Eine Vielzahl exotische Pflanzen liefern hingegen weder Pollen noch Nektar und sind somit als Bienenfutter ungeeignet. Rasenflächen sind für die summenden Gesellen ebenfalls nutzlos, da dort nichts Essbares wächst.

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