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rotes haus mit reetdach

Bau eines Energiesparhauses

1. Bau eines Energiesparhauses

Was muss beachtet werden?

energieausweis

Einen Energieausweis bekommt man beim Bau von einem Energiesparhaus (c) ehuth / pixelio.de

Seit 2009 gibt es eine deutschlandweit gültige Energieeinsparverordnung (EnEV), sodass man sich von nun an nicht mehr die Frage gestellt hat, ob man ein Energiesparhaus bauen will. Vielmehr stand nun die Frage im Zentrum, wie viel Energie man bei einem Hausbau einsparen kann und möchte. Noch immer gibt es jedoch viele Skeptiker, die vor einer leicht erhöhten Baukostenfinanzierung in ein Energiesparhaus abgeschreckt werden. Dagegen ist es doch sinnvoller, im Vorfeld nicht am Bau zu sparen, sondern nachhaltig in der Zukunft enorme Energiekosten einzusparen.


2. Was zeichnet ein Energiesparhaus aus?

Ein Energiesparhaus stellt ein Gebäude dar, das nur wenig Energie für Heizung und Warmwasser benötigt, im Vergleich zu einem durchschnittlichen Gebäude. Um in Zukunft umweltbewusst, nachhaltig und energieeffizient zu wohnen, ist es heutzutage äußerst sinnvoll bei einem Neubau die Planung für ein Energiesparhaus zu starten. Infos zu Heiztechnik, Vorteilen einer Photovoltaikanlage sowie Energieversorgungs- und Förderungsmöglichkeiten für ein Energiesparhaus gibt es auf dieser Seite. Hierzu wird der Bau so konzipiert, dass auf ökologische und unbedenkliche Weise der tatsächliche Energiebedarf gedeckt ist.



    Hierbei muss folgendes beachtet werden:

  • Wärmeenergiegewinnung mithilfe von Beheizung über Biogas, Wärmepumpen und Solaranlagen
  • Photovoltaikanlagen und anderweitige Produktion von ökologischem Strom zur Stromgewinnung
  • Isolierung durch besondere Konzepte für Haustüren, mehrfach verglaste Fenster, Fassadendämmung und Keller- sowie Dachisolierungen
    Gründe, ein Energiesparhaus zu bauen:

  • Öl- und Gaspreise steigen
  • Umweltbewusstsein wächst stetig
  • Heiztechniken und Dämmmaterialien haben verbesserte


Allgemeine Infos zu einem Energiesparhaus

Gesetzliche Vorschriften
Energieausweis
Fördermöglichkeiten für ein Energiesparhaus
Heizen und Warmwasser
Wärmedämmung


Verschiedene Arten von einem Energiesparhaus

Energiesparhaus Varianten

Es gibt verschiedene Energiesparhaus Varianten ©iStock.com/Nerthuz

Für ein Energiesparhaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, welche unbedingt unterschieden werden sollten. Neben dem bekannten KfW-Effizienzhaus gibt es auch das Energiesparhaus Passivhaus, Plus-, Niedrig- und Nullenergiehaus. Die Unterscheidung liegt vor allem in unterschiedlichen Baukonzepten. Für diese Konzepte gelten klare Grundlagen wie genaue technische Anforderungen an Fenster, Türen, Dämmung, Kühlung und Lüftung – um nicht gleich bei Baubeginn eine Bautrocknung durchführen zu müssen – sowie genaue Messwerte für den Energieverbrauch von Warmwasser und Heizwärme.


Verschiedene Energiesparhaus Varianten

Entwickelt vom Bundesbauministerium (BMVBS), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) ist das KfW-Effizienzhaus eine der bekanntesten Energiesparhaus Varianten.

    Funktionen des KfW-Effizienzhauses:

  • besonders sparsames Energiesparhaus
  • KfW-Förderbank dient der finanziellen Förderung der Bauherren und liegt unter den Kreditangeboten normaler Baukredite
  • Zahl nach „KfW-Effizienzhaus“ gibt an, wie weit den Vorgaben der aktuellen Energiesparverordnung unterschritten wird

Das Plusenergiehaus wird auch gerne „Minikraftwerk“ oder „Energieproduzierhaus“ genannt. Wie kommt es zu den Bezeichnungen?

    Merkmale für das Plus Energiesparhaus:

  • produziert mehr Energie, als es durchschnittlich im Jahr verbraucht
  • Überschuss wird an öffentliche Netze eingespeist
  • Nutzung erneuerbarer Energien
    Warum ist das Plusenergiehaus so erfolgreich?

  • gute Dämmung
  • moderne Heiztechnik
  • Photovoltaikanlagen überproportional ausgelegt
    Weitere Vorteile des Plusenergiehauses:

  • extrem sparsam und umweltfreundlich
  • Nebenverdienst dank der aktuellen Einspeisevergütung für privat erzeugten Solarstrom
    Merkmale eines Niedrigenergiehauses:

  • Bedarf der Heizenergie liegt bei max. 70 kWh/Jahr bzw.
  • Bedarf der Heizenergie liegt bei 7 Liter Heizöl oder 7 m³ Erdgas pro Quadratmeter
  • Energiebedarf im Bereich Warmwasseraufbereitung und Heizung stark reduziert

Eine perfektionierte Dämmung, sowie eine kontrollierte Lüftung kommt für die Einhaltung dieses Standards für ein Niedrigenergiehaus zum Einsatz.

    Merkmale eines Nullenergiehauses:

  • Energiebedarf wird vollkommen eigenständig gedeckt
  • es werden externe Energiequellen genutzt
  • Photovoltaikanlagen deckt den Strombedarf

Die Dämmung, Deckung des Restwärmebedarfs und die Lüftung erfolgt daher mit einem hauseigenem Heizsystem aus regenerativen Energien.

Ein Passivhaus hat weder ein aktives Heiz- noch ein aktives Klimatisierungssystem. Aufgrunddessen braucht dieses Energiesparhaus etwa 90 % weniger Energie als ein Durchschnittsgebäude.

    Merkmale eines Passivhauses:

  • Deckung des Energiebedarfs im Heizwärmesektors auf passive Art
  • Abwärme von Elektrogeräten und Personen
  • Passive Art = Wärmeisolierung von Dach, Gebäudehülle, Fenster, Kellerwände und Fundamente
    Konzept des Passivhauses:

  • kontrollierte Innenraumlüftung
  • luftdichte Hausdämmung
  • Deckung des Restwärmebedarfs mit regenerativen Energien
    Vorteile eines Passivhauses:

  • Unterhaltungskosten werden sehr niedrig gehalten
  • die Energieersparnis ist sehr groß
  • im Haus herrscht eine konstante Temperatur

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