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Ameisen im Haus

Ameisen im Haus: Was hilft gegen die Krabbeltiere?

1. Ameisen im Haus-

Was hilft gegen die Krabbeltiere?

Im Wald oder Garten sind sie nützliche Helfer, doch auf Ameisen im Haus kann man getrost verzichten. Sie bedienen sich am herumstehenden Essen und können sogar Keime übertragen. Um die ungebetenen Gäste wieder loszuwerden, gibt es verschiedene Möglichkeiten von der brutalen Ausmerzung bis zur sanften Vertreibung mit Hausmitteln. Um der Ameisenplage auf lange Sicht Herr zu werden, sollten Sie wissen, wie die Insekten überhaupt ins Haus gelangen.

2. Gründe für Ameisen im Haus

Ameisen im Haus

Ameisen im Haus haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun istockphoto.com/wakila

In der Regel siedeln sich Ameisen nicht im Haus an, sondern außerhalb: in Mauerritzen, unter Steinen oder in rissigem Holz. Auf der Suche nach Nahrung finden einzelne Tiere den Weg ins Haus oder in die Wohnung. Genau wie Silberfische haben Ameisen im Haus nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Oft reichen schon undichte Fenster und Türen oder kleine Ritzen in der Mauer, um die Insekten ins Gebäude zu locken. Haben die Krabbeltiere etwas Leckeres erbeutet, markieren sie den Weg mit einer Duftspur, um ihn später wiederzufinden und andere Artgenossen auf die erfolgsträchtige Fährte zu führen. So entstehen Ameisenstraßen. Diese sollten Sie ausfindig machen.

3. Hausmittel und Tipps zur Ameisenbekämpfung

  • Eine radikale Methode, um Ameisen im Haus zu bekämpfen, ist Backpulver bzw. Natron. Vermischen Sie dies mit Zucker, um es den Tierchen schmackhafter zu machen. Nach dem Fressen quillt das Backpulver im Magen der Ameisen auf, bis sie platzen.
  • Weniger qualvoll ist es, die Ameisen zu vertreiben. Was die Insekten gar nicht riechen können, sind Lavendel, Nelken, Thymian, Zitrone, Knoblauch, Kerbel, Essigessenz, Teebaumöl und andere ätherische Öle. Um diese Düfte krabbeln sie einen großen Bogen.
  • Durchkreuzen Sie den Weg, der die Ameisen ins Haus führt, mit Kupfermünzen oder ziehen Sie einen Strich mit Kreide. Aus welchem Grund auch immer: Für die Krabbeltierchen sind diese beiden Materialen unüberwindbare Barrieren.
  • Schrubben Sie den Boden, auf dem die Ameisenstraße verläuft, mit Essig oder Teebaumöl. So werden die Duftmarker zerstört und die Ameisen verlieren die Orientierung.
  • Siedeln Sie das Ameisennest um. Dazu müssen Sie den Ameisen zunächst eine attraktive Ersatz-Behausung bieten. Nehmen Sie ein Gefäß, zum Beispiel einen Blumentopf, und richten Sie es dort gemütlich ein mit Erde oder Holzwolle und natürlich was Süßem zu Naschen, beispielsweise Honig. Setzen Sie den Topf auf das Nest und warten Sie zwei bis drei Tage. Dann können Sie den Topf in sicherer Entfernung zum Haus platzieren.
  • Um keine Ameisen mehr im Haus zu haben, können Sie das Nest auch zerstören, indem Sie es zum Beispiel überschwemmen.
  • Wenn gar nichts mehr hilft, sollten Sie tatsächlich zu biologischen oder chemischen Mitteln der Schädlingsbekämpfung greifen, wie Ameisengift, Ameisenspray oder Ameisenköder. Bei starkem Ameisenbefall und bestimmten Ameisenarten wie Pharaoameisen oder Feuerameisen holen Sie am besten einen Kammerjäger zur Hilfe.

4. Wie Sie Ameisen im Haus vorbeugen

Damit Ameisen im Haus erst gar nicht zu Problem werden, können Sie einige Maßnahmen treffen. Prüfen Sie regelmäßig, ob Türen und Fenster noch dicht sind, und schließen Sie Ritzen und Fugen mit Silikon. Größere Löcher im Bauerwerk können Sie auch mit Lehm oder Bauschaum füllen. Lassen Sie keine Essensreste herumstehen und spülen Sie dreckiges Geschirr sofort ab bzw. stellen Sie es in die Spülmaschine. Der Biomüll sollte gut verschlossen sein und im Sommer täglich geleert werden.

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